Tag der Pflege: Politik würdigt Leistung der Frauen

Der 12. Mai ist der Internationale Tag der Pflege. Dieses Datum nimmt Frauenministerin Susanne Raab zum Anlass, um den vorwiegend Frauen im Pflegebereich und Gesundheitswesen zu danken. 

Der Dienstag ist der Internationale Tag der Pflege. Zu diesem Anlass unterstreicht Frauenministerin Susanne Raab, dass es vor allem Frauen sind, die während der Corona-Krise unser Land am Laufen halten und unter äußerst herausfordernden Bedingungen Großartiges leisten.

"Die herausfordernden Wochen, die hinter uns liegen, haben uns deutlich vor Augen geführt, wie sehr die Gesellschaft auf die systemrelevante Arbeit der Frauen vor allem im Pflegebereich angewiesen ist", sagt Raab. "Die Beschäftigten im Gesundheitswesen stehen im Kampf gegen das Virus an vorderster Front und sind beinahe rund um die Uhr für die Versorgung ihrer Patienten im Einsatz."

Der Internationale Tag der Pflege solle die unverzichtbare Leistung der Pflegekräfte vor den Vorhang holen, die einen unschätzbaren Beitrag für unser Gesundheitssystem leisten, betont die Frauenministerin. Und diese Beschäftigten sind überwiegend weiblich: In Österreich sind fast 95.000 Personen im Gesundheitssektor tätig, der Anteil von Frauen in der Gesundheits- und Krankenpflege liegt bei rund 85 Prozent.

Auch auf Menschen, die ihre Angehörige pflegen, dürfte nicht vergessen werden, so die Ministerin. Der Anteil von Frauen bei den rund 800.000 Menschen, die in Österreich Angehörige pflegen, liege bei mehr als 70 Prozent. "Auch ihnen sollte am Tag der Pflege unser aufrichtiger Dank und unsere Hochachtung gelten", so Raab.

Heinisch-Hosek fordert Arbeitszeitverkürzung

Den heutigen Tag hat auch die frühere Frauenministerin und jetzige Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) zum Anlass genommen, die Leistung der Frauen im Gesundheitswesen hervorzustreichen. Zwar sind diesbezügliche Verhandlungen zuletzt gescheitert, dennoch fordert Heinisch-Hosek eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich. Von der Regierung vermisse sie "konkrete Maßnahmen", dass Frauen "nicht aus dem Beruf gedrängt werden". 

Denn laut einer Umfrage der SPÖ-Frauen müsste rund ein Viertel der Frauen zusätzlich zu ihrer Arbeit auch Pflegeaufgaben in der Familie erfüllen, neun Prozent wurden durch die Corona-Krise dazu gezwungen. Das SPÖ-Konzept zur Pflege sieht einen staatlichen Pflegegarantiefonds um langfristig finanzielle Sicherheit zu schaffen, bessere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte sowie einen Rechtsanspruch auf Pflegeteilzeit und Pflegekarenz vor.

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