Nach den bereits umgesetzten Lockerungen sind nun auch die Pensionisteneinrichtungen der Stadt dran. Ab 2. Juni wird der Betrieb in den Tageszentren des Fonds Soziales Wien (FSW) und den Pensionisten-Klubs in mehreren Etappen wieder hochgefahren. Damit werden der älteren Generation nun wieder mehr Möglichkeiten für eine aktive Tagesgestaltung, soziale Kontakte und Pflegeangebote geboten und zugleich die Angehörigen entlastet. Die Öffnung erfolgt schrittweise und unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln.
"Die Covid-Pandemie hat unsere Seniorinnen und Senioren besonders hart getroffen. Es war sehr schmerzlich, die Einrichtungen in unseren Bezirken und Grätzeln zu schließen oder auf Notbetrieb runterfahren zu müssen, aber es war alternativlos. Umso schöner ist es, dass wir den Wienerinnen und Wienern der Generation 60plus diesen wichtigen Teil ihres Soziallebens jetzt wieder ermöglichen können", erklärt Sozial- und Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ).
Tageszentren öffnen für Kunden mit dringendem Bedarf
Ab morgen, Dienstag, geht der Betrieb in den elf FSW-Tageszentren für Seniorinnen und Senioren etappenweise wieder los. Im Juni können zunächst jene Kunden kommen, die dringenden Bedarf haben – die Tageszentren rechnen mit 20 bis 30 Besuchern täglich. Bei allen Aktivitäten wie Ergotherapie, Physiotherapie, Gedächtnistraining und Kreativgruppen wird auf Kleingruppen und Abstand geachtet, bei der Körperpflege ist ein chirurgischer Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben und es gelten klar definierte Hygieneregeln. KundInnen, die aus medizinischen Gründen ein erhöhtes Infektionsrisiko haben, wird empfohlen, mit einem Besuch noch bis Juli zu warten. Ab August werden dann auch wieder Neukunden aufgenommen und Schnuppertage ermöglicht.
Regelmäßiger Telefonkontakt auch in den Vorwochen
Die Mitarbeiter der FSW-Tageszentren waren trotz körperlicher Distanz auch in den vergangenen Wochen für ihre rund 1.500 Kunden da. Mindestens zweimal pro Woche wurde telefonisch Kontakt gehalten. "Manche haben Beratung in finanziellen oder rechtlichen Fragen gebraucht oder wollten etwas zur aktuellen Corona-Entwicklung wissen. Andere wollten einfach nur plaudern oder bekamen von uns Medikamente dispensiert und nach Hause gebracht", erzählt Karl-Heinz Haslinger, Leiter des Tageszentrum Winarskystraße (Brigittenau). Außerdem gab es Postsendungen mit Übungen zum Gedächtnistraining und Kochrezepten und Videos mit physiotherapeutischen und ergotherapeutische Übungen für Zuhause.
Klubs öffnen vorerst für maximal 15 Besucher
Auch die Pensionistinnen- und Pensionistenklubs öffnen ab morgen an 27 Standorten wieder ihre Pforten. Um Abstands- und Hygieneregeln einhalten zu können, werden vorerst maximal 15 Besucher gleichzeitig pro Klub zugelassen. Die geräumigen Klublokale, die teilweise auch über Gärten verfügen, sind vormittags und nachmittags geöffnet. Wichtigste Neuerung während der Corona-Schutzmaßnahmen: Der Besuch eines Klubs ist nur nach vorheriger telefonischer Anmeldung möglich.
"Die Wiederöffnung der Klubs ist für uns eine Herzensangelegenheit. Ab 2. Juni bieten wir wieder unseren bewährten Mix aus Unterhaltungs- und Fitness-Programmen für alle Wienerinnen und Wiener über 60, die gern in netter Gesellschaft sind. Das Angebot reicht von gemütlichem Beisammensein über Nordic Walking, Sitz-Yoga, Tanzen und Smovey-Übungen", so Gabriele Graumann, Geschäftsführerin Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser.
Für Infos zur Öffnung der Pensionistenklubs und die telefonische Voranmeldung steht von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr die Hotline 01/313 99 – 170 112 zur Verfügung. Mehr Infos findest Du auch online.