Haben Sie sich schon einmal gefragt, ob man berufliches Talent, etwa für den Job des Tischlers oder Sales Managers eher lernen kann oder das einfach mit den Genen in die Wiege gelegt bekommt? So mancher Forscher ist dieser Frage bereits nachgegangen. Einer der bekanntesten, Genetiker und Autor Markus Hengstschläger sagt "Ja".
Haben Sie sich schon einmal gefragt, ob man berufliches Talent, etwa für den Job des Tischlers oder Sales Managers eher lernen kann oder das einfach mit den Genen in die Wiege gelegt bekommt? So mancher Forscher ist dieser Frage bereits nachgegangen. Einer der bekanntesten, Genetiker und Autor Markus Hengstschläger, sagt "Ja".
Im Rahmen eines Vortrags am Wirtschaftsförderungsinstitut der Wirtschaftskammer Österreich (WIFI) sagte er unter dem Motto "Individualität als Motor für Erfolg - Talente entdecken und fördern" zum Thema: "Wer Besonderes leisten will, darf sich nicht am Durchschnitt orientieren. Vielmehr ist eine herausragende Leistung das Produkt harter Arbeit und der gezielten Förderung von bestimmten Talenten."
Hengstschläger, Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik, sieht in der mangelnden Talenteförderung eines der Kernprobleme unserer Gesellschaft. "Individualität ist Motor für Innovation". Talente sind demnach besondere genetische Voraussetzungen, die durch die Umwelt entdeckt und in eine besondere Leistung, die den Erfolg begründet, umgesetzt werden müssen.
Machen Sie den Selbst-Test
Gibt es also so etwas wie ein "Verkäufer-Gen" oder kann jeder erfolgreich sein, wenn genug dafür gelernt wird? Machen Sie den Selbst-Test und fragen Sie sich, welche Talente Sie besitzen, welche Fähigkeiten ihre Persönlichkeit ausmachen. Nicht jeder Mensch ist für jeden Job geeignet, auch wenn Talente gefördert werden können.
Ein Faktum, das viel diskutiert, in der Schulbildung unter anderem nicht ausreichend beleuchtet wird. Viele Schüler stehen mit 14 Jahren vor der Frage, was sie denn einmal werden wollen, beruflich machen wollen. Später kommen viele drauf, dass Sie sich falsch entschieden haben. Tausende befinden sich in Österreoch dann in Schulungen. Das Lebenslange Lernen und die Erwachsenenbildung boomt.
Am WAFF etwa, dem "Wiener Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen Förderungs Fonds", lassen sich mittels "Kompetenzanalyse" die eigenen Talente ganz klar herausarbeiten. So kann man auf eine sinnvolle Art und Weise beruflich "nachjustieren".
Gibt es ein Genie-Gen?
Wird die Fähigkeit, kreativ zu denken vererbt? Gibt es ein Genie-Gen? Wird schnelles rechnen, das Talent für Zahlen oder die Fähigkeit Multitasking zu sein, von den Eltern auf die Kinder übertragen oder doch alles nur erlernt?
In der Antike glaubte man zum Beispiel, dass das Liegen auf der rechten Seite die Zeugung eines Jungen begünstigt. Und auch 2012 lassen sich noch sehr witzige Glaubensansätze zum Thema Vererbung finden. So soll der Verzehr von Vollkornbrot oder Spargel die Empfängnis einer Tochter wahrscheinlicher machen. Fakt ist: entscheidend ist allein das Spermium des Mannes.
Vererbt werden vor allem gesundheitliche Aspekte
Im Fall des "Genie-Gens" ist die Wissenschaft bezüglich dessen Existenz skeptisch. Natürlich gebe es Familien, in denen bestimmte Talente häufiger zu beobachten sind. Es gibt Musikerclans wie die Bachs, Mozarts oder Strauss. Die amerikanische Politik wird seit Generationen von den Kennedys und den Bushs beeinflusst. Aber diese Häufung lasse sich nicht mit einem einzigen Gen erklären, sondern mit einem Mix aus Anlage, Erziehung und Umwelt.
Vererbt werden vor allem gesundheitliche Aspekte wie Asthma, Allergien, Neurodermitis, Knochenprobleme oder höheres Krebs-Risiko. Das höchste Risiko hat ein Kind, dessen Eltern beide beispielsweise an der gleichen Allergie leiden.