Er wollte ein Taliban sein und in Afghanistan einen Gottesstaat errichten. Doch dann wurden die Chefs seiner Terrorzelle getötet und so kehrte ein 28-Jähriger zurück nach Deutschland. Blöd nur, dass man dort schon seit 2012 auf ihn wartete. Am Freitag klickten am Flughafen Berlin-Tegel die Handschellen.
Die deutsche Polizei wirft dem mutmaßlichen Dschihadisten einiges vor: Der 28-Jährige soll Mitglied in der DTM, der "Deutsche Taliban Mujahideen" gewesen sein. Von 2009 bis 2010 dürfte der Mann im Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan gewesen sein. Dort sollen ihn seine Kampfesbrüder an Schusswaffen und im Umgang mit Sprengstoff ausgebildet haben. Auch an einem Propagandavideo soll er mitgearbeitet haben.
Die "Karriere" der DTM-Mitglieder war aber nur kurz. Die terroristische Vereinigung wurde laut "Tagesschau" Ende September 2009 gegründet, schon im April 2010 war es mit der Gruppe vorbei. Ende April 2010 wurden mehrere Anführer der Gruppe getötet. Davon erholte sich die Organisation nicht, stattdessen löste sie sich auf.