Mutter will, dass Staat ihr "böse" Kinder wegnimmt

Eine Mutter in Australien kommt an ihre Grenzen. Sie will sich nicht mehr um ihre zwei aufmüpfigen Teenager kümmern und bittet öffentlich um Hilfe.

Tammy aus New South Wales in Australien ist die Mutter der 14-jährigen Hillary und der 18-jährigen Sophie. Die Mädchen würden kiffen, schwänzten die Schule und bedrohten sie mit Messern, klagte sie in der australischen Sendung "A Current Affair". "Ich bin am Ende meiner Kräfte", so Tammy. "Da ist keine Liebe, ich liebe sie nicht. Sie sind böse." Die Australierin bitte den Staat, ihr die beiden Töchter wegzunehmen.

In einem Video, das die Mutter dem Sender zugestellt hat, ist zu sehen, wie Tammy versucht, eine ihrer Töchter aus dem Bett zu holen und zur Schule zu schicken. Diese weigert sich konstant, es folgt ein wüster und lauter Streit. Nachbarn hätten sich dem Bericht zufolge schon öfter wegen des Lärms beschwert.

"Wieso fährst du nicht in einen Baum", hätten die Kids zu Tammy gesagt. Das habe sie sehr verletzt. Die Teenager jedoch wehren sich gegen die Anschuldigungen ihrer Mutter. "Wir behandeln sie nicht wie Müll", sagt Sophie dem Sender. "Ihr seht nicht, wie sie mit uns umgeht."

Eltern in der Verantwortung

"Eltern müssten sich darauf konzentrieren, dass sich ihre Kinder in einem schwierigen Umfeld wohlfühlten, gerade während des Erwachsenwerdens", sagt John van Ruth, CEO von Operation Finder, einem Camp für gefährdete Jugendliche.

"Die Jungen stehen heutzutage vor riesigen gesellschaftlichen Herausforderungen, verglichen mit dem, was wir in unserer Jugend erlebt haben. Wir müssen ihnen helfen, ihr Selbstwertgefühl aufzubauen", sagt sie. (kat)

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