Tankstellen-Pächter strafte schon 500 Lenker

Benzinbrüder werden hier nicht nur an der Zapfsäule zur Kasse gebeten: Ein Pächter straft Lenker ab, die eine Abkürzung über sein Grundstück nehmen. Betroffene fühlen sich abgezockt!

Um eine Ampel zu umgehen, nehmen Lenker in Floridsdorf gern eine Abkürzung von der Julius-Ficker-Straße über die Tankstelle zur Wagramer Straße. Dem Pächter ist das ein Dorn im Auge. Er belegt Durchfahrer mit 190 Euro Bußgeld. Die Abmahnungen lässt er von seinem Anwalt versenden. "Der macht mehr Geld mit Strafen als mit Sprit", ärgert sich Patrick T. (24), dem selbst ein Anwaltsschreiben ins Haus flatterte. "Es gibt kein Schild, das aufs Fahrverbot hinweist", so der Student.

"Immerhin hat er mir, als ich persönlich vorbeikam, 40 Euro erlassen, ich zahlte 150 Euro." Pächter Alexander E. sieht seine Maßnahme als "Notwehr": "Ich habe jeden Tag über 100 Durchfahrer. Die Leute brausen zwischen den Zapfsäulen durch und knapp am Shop vorbei. Es gab schon einen Unfall. Insgesamt haben wir über 500 Abmahnungen verschickt. Manche Leute verstehen nichts anderes." Patrick T. fühlt sich dennoch abgezockt: "Es ist eine Frechheit, dass man so mit Kunden umgeht!"

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