Tanner droht Eurofighter mit Vertragsausstieg

Genauer gesagt: Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) droht dem Eurofighter-Konzern Airbus, dass Österreich aus dem Kaufvertrag der Kampfjets aussteigen werden, falls man nicht bekommt, was man will.
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) will in der Causa Eurofighter Geld vom Herstellerkonzern Airbus zurück haben. Sie fordert Wiedergutmachung, die Republik bereitet zudem eine Klage vor.

Legt einen Gang zu

Um dieser Forderung weiter Nachdruck zu verleihen droht Tanner dem Konzern am Donnerstag sogar mit Vertragsausstieg. "Ich fordere von Airbus endlich Wahrheit und Klarheit", so Tanner gegenüber der APA.

Ein Ausstieg, also eine Rückabwicklung des Eurofighter-Kaufvertrages sei "für uns eine Option", so die Verteidigungsministerin. Sie fordert von Airbus "umfassende Kooperation mit den Behörden der Republik bei der endgültigen Aufklärung der Eurofighter-Causa".

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Bestechung zugegeben

Der Konzern solle zum Beispiel jene 14 Personen und Organisationen nennen, die laut dem Airbus-Geständnis gegenüber den US-Behörden Zuwendungen vom Konzern erhalten haben.

Mit Großbritannien, Frankreich und den USA hat sich Airbus im Jänner geeinigt, Strafzahlungen von fast 3,6 Milliarden Euro zu leisten. Airbus hat Bestechungen bei internationalen Geschäften zugegeben.

55 Millionen Euro

Die Österreicherinnen und Österreicher würden sich nach 17 Jahren endlich so eine umfassende Aufklärung verdienen, so die Ministerin.

Österreich betreffend gibt es laut Unterlagen der US-Justiz Zahlungen in der Höhe von 55,1 Millionen Euro, die nicht deklariert sind. Sie stammen aus dem Jahr 2003 und umfassen politische Zuwendungen, Provisionen und Vermittlungsgebühren im Zusammenhang mit dem Eurofighter-Kauf.

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