Festnahme nach schwerer Nötigung in Wien-Favoriten! Am Samstag kamen drei Personen gegen 13 Uhr in eine Polizeiinspektion im 10. Bezirk, um den Verlust einer Reisetasche zu melden. In der Tasche soll sich jede Menge Bargeld befunden haben.
Im Rahmen der Sachverhaltsfeststellung ersuchte eine der Personen plötzlich um ein Vier-Augen-Gespräch mit den Beamten. Dabei gab der Mann an, von den beiden anderen Personen mit dem Umbringen bedroht worden zu sein.
Eine erste Drohung soll bereits drei Tage zuvor ausgesprochen worden sein. Weiters soll das Opfer kurz zuvor im Schleusenbereich der Polizeiinspektion erneut mit dem Umbringen bedroht worden sein, sollte es Angaben gegenüber der Polizei machen.
Da ein Tatverdächtiger, ein 29-jähriger Syrer, unmittelbar nach der mutmaßlichen Tathandlung glaubwürdig der schweren Nötigung beschuldigt wurde, wurde er vorläufig festgenommen und in den Arrestbereich überstellt.
Aufgrund des Umstands, dass der Tatverdächtige die Wohnadresse des Opfers kennen soll, wurde zudem ein Betretungs- und Annäherungsverbot ausgesprochen.
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Wien erfolgte die Anzeige auf freiem Fuß. Der Tatverdächtige wiederum beschuldigte das Opfer, das Bargeld veruntreut zu haben. Daher wurde auch das 32-jährige Opfer (Staatsbürgerschaft: Syrien) zur Anzeige gebracht. Die weiteren Ermittlungen zu den Hintergründen laufen.