Zwei auf Versicherungsbetrug spezialisierte Tätergruppen sind vom Landeskriminalamt Wien dingfest gemacht worden. Einen dementsprechenden Bericht der "Kronen Zeitung" bestätigte Polizeisprecherin Adina Mircioane. Insgesamt richteten die sechs Personen mit rund 300 fingierten Pkw-Unfällen unter Ausnutzung von "Schwachstellen" bei Meldeämtern und Zulassungsstellen einen Gesamtschaden von mindestens 850.000 Euro an.
Zwei auf Versicherungsbetrug spezialisierte Tätergruppen sind vom Landeskriminalamt Wien dingfest gemacht worden. Einen dementsprechenden Bericht der "Kronen Zeitung" bestätigte Polizeisprecherin Adina Mircioane. Insgesamt richteten die sechs Personen mit rund 300 fingierten Pkw-Unfällen unter Ausnutzung von "Schwachstellen" bei Meldeämtern und Zulassungsstellen einen Gesamtschaden von mindestens 850.000 Euro an.
Bei den Fällen von schwerem gewerbsmäßigem Betrug gingen die beiden Tätergruppen nahezu ident vor, indem sie als ersten Schritt ahnungslose serbische Staatsbürger in Wien anmeldeten und in ihrem Namen Kfz-Versicherungen abschlossen. Im Internet wurden billige Pkw erstanden und diese auf die Neugemeldeten zugelassen. Mit der Absicht, möglichst hohe Sachschäden zu erzielen, führte man danach gezielte Kollisionen mit den Pkw durch. Laut Mircioane schreckte man aber in einigen Fällen nicht davor zurück, unbeteiligte Verkehrsteilnehmer in Unfälle zu verwickeln.
Danach ging es ans Abkassieren, wobei man auch Bekannte und Verwandte dafür gewann, die beschädigten Pkws bei den geprellten Versicherungen vorzuführen. Die Schäden ließ man in Ungarn oder Serbien billig beheben, um infolge die Fahrzeuge entweder wieder zu veräußern oder für weitere Betrügereien zu verwenden
Schaden geht in die Hunderttausende
Bei der zuletzt durch Verhaftungen im Juni aus dem Verkehr gezogenen Tätergruppe lagen 200 solcher Fälle mit einem Schaden von 500.000 Euro vor. Bei der bereits im Februar verhafteten Parallel-Organisation sprach Mircioane von 100 Fällen mit 350.000 Euro Schadenssumme. In diesem Fall war ein ehemaliger Versicherungsvertreter Haupttäter, wobei hier auch rumänische Prostituierte als vorgebliche Pkw-Besitzerinnen agierten.
Laut Polizei gab es bei den Versicherungsbetrügern nicht nur im Vorgehen Überschneidungen, sondern die Tätergruppen könnten sich auch gekannt haben, nachdem sie alle aus der gleichen Ortschaft in Serbien stammen.