Nur wenige Tage nach dem Einbruch in die Volksbank Asten bei Linz wurde in der Nacht zum Montag die Raika Gunskirchen bei Wels heimgesucht: Der flüchtige Täter knackte mit Brachialgewalt 320 Schließfächer, erbeutete mehr als 30.000 Euro. Zeitgleich kaperte eine Bande in Wels einen ganzen Bankomaten und entkam.
Montagfrüh wurde der Trümmerhaufen in die Raiffeisenkasse im Gunskirchner Marktzentrum von den Bankangestellten entdeckt: Insgesamt 320 Schließfächer waren gewaltsam geknackt und ausgeräumt worden. Schmuck, Wertgegenstände und Bargeld um mindestens 30.000 Euro fielen dabei dem Täter in die Hände.
Wie die sofort alarmierte Gunskirchner Polizei und die Spurensicherer des Linzer Landeskriminalamtes feststellen konnten, hatte der Einzeltäter in der Zeit zwischen 2 und 3.30 Uhr früh ein Seitenfenster der Bankfiliale mit einem Flachwerkzeug aufgezwängt.
Ganz ähnlich wie beim Einbruch in die Volksbank Asten drang der Einbrecher in Richtung Kassenraum vor, löste diesmal aber keinen Alarm aus, konnte so unbehelligt die Schließfachwand bearbeiten und so Preziosen, Wertpapiere und Bargeld erbeuten.
Praktisch zur gleichen Zeit schlugen Kriminelle beim Interspar-Supermarkt an der Oberfeldstraße in Wels zu: Nach der Demontage der Außenverglasung gelangten die Täter zum Geldautomaten. Das Stahlblechgehäuse wurde vermutlich mit Ketten oder Stahlseilen umschlungen und anschließend mit einem Auto aus der Schraubverankerung gezogen. Der Tathergang weist auf einen weiteren Coup der gesuchten Bankomat-Bande hin!
Carlo Korosa