Tatort: Feministisch oder antifeministisch?

Bild: Alexander Kluge (ARD)

Im "Tatort" von Montag, den 25. Mai, musste sich Kommissarin Lena Odenthal mit ihrer jungen LKA-Kollegin Johanna Stern und der Frauenquote herumschlagen. So fand die Twitter-Gemeinde "Roomservice".

Im "Tatort" von Montag, den 25. Mai, musste sich mit ihrer jungen LKA-Kollegin Johanna Stern und der Frauenquote herumschlagen. So fand die Twitter-Gemeinde "Roomservice".

Darüber, ob der vergangene "Tatort" mit Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und Mario Kopper (Andreas Hoppe) der feministischte oder der antifeministischte aller Zeiten war, sind sich Twitterer nicht so ganz einig. Denn in ihrem Fall "Roomservice" hatten die beiden Kommissare einen Mord an einem Zimmermädchen zu klären.

Die junge Frau wurde ausgerechnet von einem Politiker, der die Frauenquote verpflichtend in der EU einführen wollte, vergewaltigt. Kurz darauf stürzt sie im Treppenhaus des Hotels zu Tode. Dass das kein Zufall sein kann, wissen nicht nur Odenthal und Kopper sofort - auch die Presse schießt sich sofort auf den "Fall Sattler" ein.

Lena Odenthal vermutet aber eine Intrige und gerät dadurch in einen Konflikt mit ihrer jungen Kollegin Johanna Stern vom LKA, gespielt von Lisa Bitter, die das anders sieht. Noch dazu hat sie auch die Leitung des Falles übertragen bekommen, was die dienstältere Kommissarin nicht so leicht akzeptieren kann.

Hinter jedem Mann steht eine starke Frau

Schließlich stellt sich heraus, dass eigentlich Sattlers Ehefrau und Anwältin Valerie (Suzanne von Borsody) hinter dem Wunsch nach der Frauenquote steckt und ihr Ehemann nur der ausführende Handlanger sein soll. Ähnlich dürfte sich Kommissar Kopper gefühlt haben, nachdem sich Lena und die LKA-Ermittlerin Johanna Stern versöhnen und gemeinsam an einem Strang ziehen.

Sie kommen dahinter, dass der Hotelmanager hinter der Vergewaltigungs-Intrige steckt: Er hat das junge Dienstmädchen zur Prostitution angestiftet. Nachdem der Politiker Sattler bemerkt, dass ihm die junge Frau eine Vergewaltigung anhängen will, beichtet er - wie in allen Notlagen - alles seiner Ehefrau und bittet sie um Hilfe. Gesagt, getan: Valerie Sattler kümmert sich um das Problem ihres Ehemannes, für den sie sogar tötet.

Gern gesehener "Tatort"

Frauenquote hin oder her - zumindest was die Einschaltquoten betrifft, war der "Tatort" am 25. Mai auf ORF 2 vorne dabei. Mit 672.000 Zusehern und einem Marktanteil von 23 Prozent zählte "Roomservice" zu den Top 5-Sendungen des ORF. Kommenden Sonntag, am 31. Mai, ermitteln übrigens endlich wieder Hauptkommissar .

Die besten Twitter-Kommentare:

 

Dieser vereint ja nahezu alle erdenklichen Formen von Gewalt gegen Frauen und Sexismus. Das muss man erstmal schaffen.
— teresa bücker (@fraeulein_tessa)


Johanna Stern ist mir viel zu überengagiert. Eine Streberin. Unsympathisch.
— Tom Klein (@tmsklein)


Alternativlos: Frauen von Politikern müssen seit House of Cards die Affären ihrer Männer unterstützen.
— stern_sofa (@stern_sofa)


Not sure if feministischer oder antifeministischer aller Zeiten.
— Milena Glimbovski (@MilenaGlim)


Frauenbild beim heute: zickige konkurrierende karrierefrauen und devote und hingebungsvolle Ehefrau, egal was passiert.
— sbrueggemmeier (@sbrueggemmeier)


Unterschied zwischen : Das eine ist sehr gut, das andere ist sehr schlecht.
— Sebastian Waters (@sebastianwaters)

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