Im Fall der mutmaßlichen sexuellen Handlungen an Leichen in einem Spital im deutschen Bünde sitzt ein 39-jähriger Verdächtige jetzt in U-Haft. Die Polizei Herford und die Staatsanwaltschaft Bielefeld haben am Montag bekannt gegeben, dass mittlerweile in sieben Fällen wegen Störung der Totenruhe ermittelt wird. Am Anfang sind die Ermittler nur von zwei Fällen ausgegangen.
Bei der Auswertung von beschlagnahmten Datenträgern haben die Ermittler laut eigenen Angaben Videoaufnahmen gefunden, die dem Mann zugeordnet werden und "konkrete Tatbezüge aufweisen dürften". Dadurch hat sich der Verdacht gegen den Beschuldigten weiter erhärtet. Nach aktuellem Stand sollen die Taten im Juni, November und Dezember 2025 passiert sein.
Am Mittwoch ist die Wohnung des 39-Jährigen durchsucht und eine Speichelprobe bei ihm genommen worden. Am Samstag wurde er festgenommen, danach hat ein Ermittlungsrichter einen Haftbefehl erlassen. Die Ermittlungen laufen weiter.
Laut früheren Informationen hat der Verdächtige bis Ende Juni des Vorjahres Hilfsarbeiten im Spital gemacht, darunter auch Reinigungsarbeiten in der Pathologie.