Österreich

Taube nach Schuss erlöst: Runder Tisch gefordert

Heute Redaktion
14.09.2021, 00:19

In Wien wurde eine Taube mit einem Luftdruckgewehr angeschossen. Es folgte ein Aufschrei des Wiener Tierschutzvereins, der sogar einen Runden Tisch fordert.

Am vergangenen Wochenende fand eine Familie in Liesing eine am Flügel verletzte Taube und übergab sie dem Wiener Tierschutzverein.

Der Vogel wurde untersucht, das Röntgen brachte einen Akt der Tierquälerei ans Tageslicht. Das rechte Ellenbogengelenk und der Oberarm des Flügels waren zertrümmert, das Projektil eines Luftdruckgewehres steckte noch in der Taube.

Die Verletzungen waren irreparabel, die Tierärztin schläferte die Taube ein, um sie von unnötigen Leiden zu befreien. Erst vor wenigen Wochen war eine von Menschenhand gefesselte Taube befreit worden.

Runder Tisch gefordert

Der Tierschutzverein zeigte sich entsetzt und fordert einen runden Tisch zum Thema Wiener Stadtauben.

"Es vergeht kaum eine Woche, wo uns nicht Tauben mit Gummibändern auf den Ständern oder anderen Verletzungen, die von Menschenhand verursacht wurden, gemeldet werden", sagt WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic.

Petrovic: "Perverse Tierquäler"

Petrovic beschwert sich darüber, dass Tauben oft mit Ratten verglichen und somit als Schädlinge "denunziert" werden: "Diese Gleichsetzung hat auch dazu geführt, dass perverse Tierquäler die unqualifizierten Parolen als Freibrief zum Martern, Verstümmeln und Töten der friedlichen Mitgeschöpfe verstehen", so die Chefin des Tierschutzvereins. (aj)

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