Normalerweise bekommen Menschen diese scheuen Fische nicht zu Gesicht. "Sie haben mehr Angst vor uns, als wir vor ihnen", erklärt Leitner im Telefonat mit "Heute".
"Ich war erstaunt, weil der Wels sich filmen und fotografieren ließ. Er war etwa zehn Minuten bei mir und meinem Tauchpartner und hat sich dann vor uns weggedreht."
Die Tiere kommen normalerweise nur bei Nacht an die Oberfläche, weil sie fressen müssen. "Für Menschen sind sie ungefährlich, sie verschlucken aber leicht kleine Babyenten", sagt Leitner, der etwa 100 Tauchgänge pro Jahr durchführt und immer seine Unterwasser-Kamera dabei hat. "Vermutlich hat der Waller seine Babys beschützt und ist deshalb nicht geflüchtet."
Keine Angst vor Waller
Als Leitner den Fisch sah, hatte er keine Angst. "Ich weiß, wenn man sich ruhig verhält, kann nichts passieren. Als Taucher hat man sowieso Respekt vor den Tieren." Laut Leitner leben etwa fünf Welse (Waller) im Pichlingersee.
Hier ist das Video:
Es dauerte insgesamt neun Jahre, bis Leitner das erste Mal einen Wels sah. Ein Kollege, der ihn unter Wasser begleitete, hatte den ersten Tauchgang nach absolvierter Tauchausbildung. "Noch zuvor scherzten wir, dass es super wäre, wenn er heute einen Waller sieht. Damit gerechnet haben wir aber nicht."
Der Linzer Marius Leitner (39) hat den rund 1,5 Meter langen Waller gefilmt.
Marius Leitner taucht seit rund 18 Jahren hobbymäßig und betreut mit zwei Kollegen den Tauchclub "Under Pressure" am Attersee.
(rs)