Neue Präsenzdienste beim Heer in Küche und Büro

Ab kommendem Jahr soll es eine Teiltauglichkeit beim Bundesheer geben. Das kündigte jetzt Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) an.

Bereits im Jänner kündigte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) an, eine Teiltauglichkeit beim Bundesheer einführen zu wollen. Diese Maßnahme soll dazu führen, dass die Anzahl von Grundwehrdienern steigt, denn bislang waren rund 30 Prozent der Stellungspflichtigen untauglich. Das bedeutet konkret, dass derjenige, der bislang für untauglich befunden wird, künftig als "teiltauglich" beispielsweise in der Küche oder im Büro eingesetzt werden könnte.

War zunächst nur von einer "sehr raschen" Umsetzung die Rede, wurde nun der Zeitplan konkretisiert. Details zur Teiltauglichkeit sollen noch im ersten Halbjahr diesen Jahres konkretisiert werden. Dann könne man "Stellungspflichtige zum 1. Jänner 2021 nach dem neuen System" beurteilen, so Tanner im Rahmen eines Besuchs der Stellungskommission in St. Pölten.

Auch Zivildienst soll profitieren

Von dieser Maßnahme sollen auch Organisationen, die auf Zivildiener angewiesen sind, profitieren. "Wir können davon ausgehen, dass es mehr werden, die den Dienst an der Gesellschaft leisten werden", so Tanner, die auch ankündigte, sich um eine Attraktivierung des Präsenzdienstes zu bemühen.

Kritik an den Plänen der türkis-grünen Regierung gab es zuletzt von der SPÖ. Julia Herr wetterte in einer Aussendung gegen die geplanten Maßnahmen und forderte zugleich eine bessere Entlohnung für Rekruten.

>>Hier geht's zum "Heute"-Öffi-Talk mit Klaudia Tanner.

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Maria Theresia von ÖsterreichGood NewsPolitikBundesheer

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