Chaos wegen Streik – Tausende Flüge und Züge fallen aus

Der gesamte Flug- und Bahnverkehr wird in Deutschland am Montag lahmgelegt.
Der gesamte Flug- und Bahnverkehr wird in Deutschland am Montag lahmgelegt.Markus Mainka / ChromOrange / picturedesk.com
Der am Montag stattfindende Streik im gesamten deutschen Verkehrssektor hat auch massive Auswirkungen auf Österreich.

Am Montag wird in Deutschland gestreikt. Der gesamte Flug- und Bahnverkehr wird weitgehend lahmgelegt. Das hat auch Auswirkungen auf Österreich.

Zugverkehr über das deutsche Eck eingestellt

Von 00:00 bis 24:00 Uhr findet ein landesweiter Streik im Verkehrssektor statt. Deshalb können am Montag ganztägig grenzüberschreitend von und nach Deutschland keine Nah- und Fernverkehrszüge fahren. Auch der innerösterreichische Tagverkehr zwischen Salzburg und Tirol über das Deutsche Eck ist von den Einschränkungen betroffen.

Mehr lesen: Streik in Deutschland sorgt für Zug-Chaos in Österreich

Die ÖBB richten einen Pendelverkehr im Zwei-Stunden-Takt zwischen Salzburg Hauptbahnhof und Wörgl Hauptbahnhof ein. Die Fahrzeit verlängert sich dabei um bis zu drei Stunden. Etwa 1.800 bis 2.000 Pendlerinnen und Pendler sind laut ÖBB in Salzburg davon betroffen.

Die ÖBB beraten Reisende über die geplanten Bahnverbindungen unter der Kundenservice-Telefonnummer 05-1717-0 oder über die Fahrplanauskunft Scotty und die ÖBB-App.

Viele Betroffene dürften am Montag vom Zug auf das Auto umsteigen. Der ÖAMTC rechnet mit erheblichen Staus an den Grenzen und längeren Wartezeiten.

Schon am Sonntag fallen Flüge aus

Bereits am Sonntag sind Flugreisende vom Streik betroffen. Laut Flughafen Wien fallen alle zwölf Flüge zwischen München und Wien aus, am Montag werden insgesamt 54 Flüge von und nach Deutschland gestrichen. Betroffen sind auch die Flughäfen in Salzburg, Innsbruck, Linz und Klagenfurt. Alleine am Flughafen Frankfurt werden Montag rund 1.200 Flüge gecancelt in München sind es knapp 800 Flüge.

Grund für den riesigen Streik ist, dass die Tarifrunden (Kollektivvertragesverhandlung) für die Beschäftigten von Bund und Kommunen nach mehreren Runden ergebnislos verliefen. Die Gewerkschaft fordert für die 2,5 Millionen Beschäftigen ein Gehaltsplus von 10,5 Prozent oder mindestens 500 Euro mehr pro Monat. Indes hat die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) das Angebot der Deutschen Bahn von fünf Prozent mehr Lohn abgelehnt.

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