Tausende Krankenstandstage durch Impfung in Schulen

Jeden Montag gibt Schuldirektor Niki Glattauer in "Heute" Noten.
Jeden Montag gibt Schuldirektor Niki Glattauer in "Heute" Noten.Sabine Hertel
Schuldirektor Glattauer gibt Noten. Heute: Tausende Krankenstandstage durch Impfung. Und: Bildungs-Volksbegehrer melden sich zurück!

Ich hab's prophezeit: Unter den bisher halbwegs durchgeimpften Schulen und Kindergärten laufen viele nur noch im Notbetrieb. Grund: Rasant steigende Infektionszahlen unter Kindern (!) sowie Tausende Krankenstandstage von Pädagoginnen, die mit heftigen Impfreaktionen flachliegen. Renate L. mailt mir: "Meine Enkeltochter, Sonderschullehrerin in NÖ Hinterbrühl, hatte drei Tage über 39 Grad Fieber." Monica N.-R. mailt Ähnliches und fragt: "Wird das aus Angst nicht mehr gemeldet oder wird es ignoriert, weil noch so viel Impfstoff da ist?" Ich fürchte, ja!

Da ist es wieder, dieses ärgerliche Schönschwindeln und Schönfärben unangenehmer Fakten. Könnte man nicht einfach endlich sagen: Ja, AstraZeneca löst Impfreaktionen aus, teils echt starke, Schulen und Kindergärten baden es gerade aus. Aber immer noch besser, als Corona zu kriegen, außerdem ist im Gegensatz zu anderen Impfstoffen die zweite Teilimpfung halb so schlimm. Ginge doch, oder?

Note: Unbefriedigend

Glattauer gibt Noten
Niki Glattauer war 25 Jahre Lehrer und Schuldirektor in Wien. Er hat bisher 13 Bücher veröffentlicht, alle zum Thema Schule wurden Bestseller. Jeden Montag vergibt er in einer Kolumne für "Heute" Schulnoten.

Alle seine Artikel findest Du hier.

Bildungs-Volksbegehrer melden sich zurück!

Unsere Schüler sind heuer nicht nur Opfer von Corona, sondern einer seit 20 Jahren verpfuschten Bildungspolitik (wofür die Ministerinnen von Schmied bis Faßmann selber am allerwenigsten konnten). Während z. B. andere Länder im Unterricht längst auf ein Modell der individuellen Lernpläne für jedes einzelne Kind umgestellt haben, unterrichtet man bei uns wie anno dazumal mit einer Melange aus Lehrstoff-Gießkanne, Abprüfen und Notendruck. Wenn es die Kinder heuer also trotzdem schaffen, verdanken sie das ein paar idealistischen Lehrerinnen, die es zum Glück immer noch in fast jeder Schule gibt, aufopfernden Eltern und bewundernswerter Selbstdisziplin – aber sicher nicht innovativen Konzepten.

Vor zehn Jahren hat der einstige Vizekanzler der Regierung Kreisky, Hannes Androsch, ein Bildungsvolksbegehren initiiert. In seinem Team war damals auch ich. Heute, Montag, gehen wir im Presseclub Concordia wieder an die Öffentlichkeit.

Note: Schauma

Österreich ist leider sitzen geblieben!

"Österreich darf nicht sitzen bleiben!", haben wir in unserem Reform-Papier im März 2011 gefordert – und 400.000 Unterschriften dafür bekommen. Nur: Österreich ist sitzen geblieben. Die Digitalisierung von Schulen und Lehrerinnen wurde verschlafen; immer noch werden Kindergärten nicht als Bildungseinrichtungen begriffen; immer noch unterrichten Pädagoginnen Stoff statt Menschen; immer noch werden unsere Kinder nach der Volksschule getrennt und später drei Viertel von ihnen zu Mittag nach Hause geschickt, wo Mütter und Nachhilfeinstitute ausbessern sollen, was vormittags die besten Pädagoginnen nicht leisten können. Nicht unter diesen Umständen!

Und weil jetzt Osterferien nahen: Immer noch sind unsere Schulen vier Monate im Jahr EINFACH ZU. Muss das so sein? Wir sagen Nein. Mehr darf ich heute nicht verraten.

Note: Nicht genügend
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