Tauwetter zehrt an den Nerven der Skigebiete

Eine besonders milde Wetterperiode am Wochenende droht den Skipistenbetreibern und Skifahrern die Laune zu vermiesen. Die Chancen auf Neuschnee sinken im ganzen Alpenraum nicht nur gegen Null, auch die mühsam angelegten Kunstschneedepots drohen vielerorts zu schmelzen.

Genug Naturschnee gibt es derzeit nur im Hochgebirge, tiefer gelegene Skigebiete müssen auf Kunstschnee zurückgreifen. In den kommenden Tagen droht auch die mühsam erarbeitete weiße Pracht zu schmelzen, den Tauwetter steht auf dem Programm.

"Aus Südwesten setzt sich bereits im Laufe des Freitags ein kräftiges Hochdruckgebiet durch", prognostiziert Ubimet-Meteorologe Stefan Hofer. Warme Luftmassen gelangen in den Alpenraum. Die Null-Grad-Grenze steigt auf über 2500 Meter. Damit wird einigen Skigebieten zum Zeitpunkt des traditionellen Saisonstarts rund um Mariä Empfängnis ein Strich durch die Rechnung gemacht. Einige Pisten werden nur bis zu den Mittelstationen geöffnet sein.

"Saisonstart wird sich deutlich verzögern"

Die Skiresorts südlich des Alpenhauptkamms sind deutlich benachteiligt. "Hier fiel aufgrund von föhnigem Nordwind letzte Woche kein Schnee und bis weit über das Wochenende hinaus sind hier weder frostige Temperaturen noch Neuschnee in Sicht", sagt Meteorologe Hofer. Bis auf die Gletscherskigebiete und einzelne höher gelegene Skigebiete wird sich der Saisonstart hier also deutlich verzögern.

Die Alpennordseite kommt in diesem Jahr aber noch mit einem blauen Auge davon. Denn letzte Woche sorgte ein kurzzeitiger Kaltlufteinbruch verbreitet für eine Naturschneeunterlage. Auch die Temperaturen ließen hier vorübergehend Kunstschneeproduktion zu.

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