Taxi-Innung fordert nun die Einstellung von Uber

Uber soll seinen Betrieb in Wien aufs Eis legen, fordert die Taxi-Innung.
Uber soll seinen Betrieb in Wien aufs Eis legen, fordert die Taxi-Innung.Bild: Reuters

Nachdem bekannt wurde, dass im Vorjahr Daten von mehr als 50 Mio. Uber-Usern geklaut wurden, will die Wiener Taxi-Innung nun, dass der Fahrtendienst den Betrieb auf Eis legt.

Das US-Unternehmen Uber wurde Ende 2016 Opfer eines Hackerangriffs. Die Kriminellen stahlen die Daten von 57 Millionen Nutzern weltweit und forderten ein Erpressungsgeld von 100.000 US-Dollar (rund 85.000 Euro). Die Firma bezahlte die Summe, damit die geklauten Daten – darunter Mailadressen, Namen und Telefonnummer – vernichtet werden.

Erst jetzt, knapp ein Jahr nach dem Vorfall, gestand Uber-Boss Dara Khosrowshahi den groß angelegten Hackerangriff.

Uber muss Verantwortung tragen

Weltweit sorgt der Fall für Aufsehen, so auch hierzulande, wo die Wiener Taxi-Innung, welcher der Fahrtendienst schon länger ein Dorn im Auge ist, nun die Einstellung des Betriebs fordert.

In einer Aussendung der Wirtschaftskammer schießt Gökhan Keskin, der Obmann der Wiener Taxi-Innung, gegen die US-Firma: "Plötzlich sieht ein als supermodern gehyptes Unternehmen sehr alt aus."

Außerdem möchte er eine vollständige Klärung des Vorfalls, bis dahin sollen die Mietwägen hierzulande nicht mehr fahren: "Uber muss sofort den Betrieb in Österreich einstellen bis wichtige Fragen rund um diesen mehr als beunruhigenden Vorfall geklärt sind. Wie viele österreichische Kunden sind von dem Datendiebstahl betroffen? Wozu benötigt Uber diese Daten und ist das nicht ein eklatanter Verstoß gegen die Datenschutzbestimmungen?"

Sicherheit muss gewährleistet sein

"Ich fordere Uber Österreich auf, seine Verantwortung wahrzunehmen und den Betrieb erst wieder aufzunehmen, wenn alles aufgeklärt ist und die Sicherheit der Fahrgäste und Fahrer und deren Daten gewährleistet werden kann", so Keskin.

Uber selbst hat in seinem "Newsroom" eine Stellungsnahme zum Hackerangriff abgegeben. Darin entschuldigt sich der CEO für den Vorfall und die Vorgehensweise und verspricht gleichzeitig, aus den Fehlern lernen zu wollen. (ek)

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