Reaktion auf Attacken: Taxis von Frauen für Frauen

Taxis in München: Hier ein Protest gegen den Fahrdienst UBER am 15.11.2018
Taxis in München: Hier ein Protest gegen den Fahrdienst UBER am 15.11.2018Bild: picturedesk.com/APA

Ein vermeintlicher Taxi-Fahrer vergewaltigte eine 17-Jährige in München, ein anderer Taxler verging sich an einer betrunkenen Studentin. Jetzt reagiert die Taxizentrale, und führt einen Frauen-Fahrtdienst ein.

Die Taxizentrale München wird eine neue Hotline einrichten, unter der Frauen gezielt ein Taxi bestellen können, das von einer Frau gefahren wird. Damit reagiert die Taxizentrale auf die jüngsten sexuellen Übergriffe auf Frauen – zwei Fälle schocken derzeit München. Frauen sollen sich nicht unsicher fühlen, wenn sie nachts mit dem Taxi heimfahren wollen.

Allerdings gibt es ein Problem: Nur knapp 5 Prozent der Münchner Taxifahrer sind Frauen. Deshalb starten die Taxizentrale und der Radiosender Gong 96,3 eine Kampagne, um mehr Fahrerinnen zu rekrutieren. Der Radiosender übernimmt die Kosten für die Ausbildung der Fahrerinnen. Es wird also noch dauern, bis die Taxis von Frauen für Frauen fahren.

"Wir fanden die Idee sofort hervorragend und werden sie mit allen Kräften unterstützen", so Frank Kuhle, Vorstand der Taxi München eG. "99,9% unserer Fahrer machen einen tollen Job. Wenn Frauen aber unsicher sind, ob sie nachts ein Taxi bestellen sollen, dann müssen wir handeln", ergänzt Jörg Wohlfahrt, 2. Vorstand der Taxi München eG (Red)

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