Mordversuch! Der arbeitslose Deutsche wurde am Mittwoch nicht rechtskräftig zu acht Jahren unbedingter Haft verurteilt. Er soll einen Taxler in Langenzersdorf (Bezirk Korneuburg) mit einer Leine bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt haben.
Auf der Anklagebank witterte er noch einmal seine Chance: Obwohl der 20-Jährige sowohl bei der Polizei als auch beim Untersuchungsrichter ein Geständnis abgelegt hatte, bekannte er sich nun plötzlich nicht schuldig. Das Opfer war in der Zwischenzeit eines natürlichen Todes gestorben, Zeugen des Verbrechens gab es keine. Am Beginn der Verhandlung wies er die Tat von sich. Ich kann mich an nichts mehr erinnern, so seine Verteidigung. Doch der Richter ließ sich nicht beeindrucken: Seine früheren Aussagen deckten sich mit der Tatort-Rekonstruktion. Am 25. November 2008 soll er mit seinem Hund in einem Taxi vom Wiener Schwedenplatz ins Industrieviertel in Langenzersdorf gefahren sein. Statt die Rechnung zu begleichen, soll er den Fahrer mit der Leine gewürgt haben, bis dieser bewusstlos war. Beute: 170 Euro. Zu guter Letzt gestand der Deutsche erneut.Sebastian Baryli