Der US-Fahrdienst UBER, der auch in Österreich über eine Taxi-Flotte verfügt, würde Fahrer ausbeuten und sich wenig um Sicherheit der Fahrgäste kümmern, wie ein Fahrer dem Verein Ethik pro Austria in einem Interview erzählt. Uber weist die Vorwürfe zurück. Das Unternehmen verfüge gar nich über eigene Fahrer.
Der US-Fahrdienst UBER, der auch in Österreich über eine Taxi-Flotte verfügt, würde Fahrer ausbeuten und sich wenig um Sicherheit der Fahrgäste kümmern, wie ein Fahrer dem Verein in einem Interview erzählt. Uber weist die Vorwürfe zurück. Das Unternehmen verfüge gar nich über eigene Fahrer.
Uber expandiert weltweit, sein potentieller Börsenwert wird heute in Finanzkreisen bereits höher gehandelt, als mancher Blue-Chip. Jetzt gerät das Taxiunternehmen zunehmend ins Kreuzfeuer der Kritik.
Ein Taxifahrer, der über die App Uber angeheuert worden war, hat gegenüber "Ethik pro Austria" bedenkliche Fakten geschildert. Sicherheit für Fahrer und Gäste seien offenbar zweitrangig: Als B. in den Wagen stieg, dem man ihm zur Verfügung stellte, hätte er gravierende Mängel festgestellt: rechter Scheinwerfer kaputt, Tankklappe defekt, die Luftabdeckung auf der Motorhaube hätte gefehlt, von weiteren "Kleinigkeiten" ganz abgesehen.
Der Taxler sei geringfügig angemeldet, den Rest seines Honorars erhalte er schwarz, seine Wochenarbeitszeit betrage mehr als 80 Stunden. Bis heute habe er nur einen Teil seines vereinbarten Lohns erhalten. B. hätte eine Kaution in der Höhe eines Wochenverdienstes für den Wagen hinterlegen müssen. Den nötigen Treibstoff müsse er vorfinanzieren und dann um die Rückerstattung kämpfen. Fehler in der UBER-App-Software führten dazu, dass B. seine Arbeit nicht effektiv erledigen könne. Er verdiene weniger als 4 Euro in der Stunde, Billa-Gutscheine "als Bonus" eingerechnet.
Uber weist Kritik zurück
In Österreich kooperiert Uber ausschließlich mit voll lizenzierten Mietwagenunternehmen. Auf das Dienstverhältnis zwischen Mietwagenunternehmer und deren Fahrer hat Uber keinerlei Einfluss. „Wenn das, was der Fahrer beschreibt, korrekt ist, verurteilten wir dies auf das Schärfste“, so Rasoul Jalali, General Manager Uber Austria. „Da es sich hier um klare Verstöße gegen geltendes österreichisches Arbeitsrecht handelt, sind die entsprechenden Behörden aufgerufen aktiv zu werden.“
Aufgrund der geltenden Gewerbebestimmungen und deren extrem hohen Eintrittsbarrieren haben Fahrer kaum Möglichkeiten, in selbständiger Tätigkeit zu agieren. „Wir setzen uns daher seit wir in Österreich präsent sind für eine Lockerung der entsprechenden gewerberechtlichen Bestimmungen ein“, sagt Jalali. „Wer heute ein Taxi- oder Mietwagenunternehmen gründen will, muss über die Sozialversicherung den Beweis erbringen, dass er drei Jahre lang in einem (vergleichbaren) Unternehmen angestellt gearbeitet hat – das ist keine Qualitätssicherung, das ist Schikane.“
Sicherheit der Fahrgäste und Fahrer steht an erster Stelle
Entgegen der Darstellung von „Ethik pro Austria“ stellt Uber auch keine Fahrzeuge zur Verfügung. Die Sicherheit von Fahrgästen und Fahrern steht für Uber an erster Stelle. Wird Uber auf Mängel an Fahrzeugen aufmerksam, so nimmt Uber umgehend mit dem betreffenden Mietwagenunternehmen Kontakt auf. Werden die Mängel nicht behoben, so kann die Partnerschaft nicht weiter bestehen.
„Wir sind in täglichem Kontakt mit Fahrern, Fahrgästen und unseren lokalen Partnern, den lokalen Mietwagenunternehmen. In allen drei Gruppen wird Uber sehr gut angenommen. Fahrer und Fahrgäste haben die Möglichkeit sich nach jeder Fahrt gegenseitig zu bewerten. So wird in transparenter Weise die Qualität des Services gesichert“, so Jalali.