Team Stronach fordert Aus für vegane Schnitzel

Team-Stronach-Abgeordneter Leo Steinbichler will vegane Schnitzel verbieten lassen.
Team-Stronach-Abgeordneter Leo Steinbichler will vegane Schnitzel verbieten lassen.Bild: Vegafit/Team Stronach
Eben hat der EuGH Begriffe wie "Milch" und "Käse" für rein Pflanzliches verboten. Doch das reicht dem Team Stronach nicht.

Hersteller veganer Lebensmittel müssen künftig auf Zusatzbezeichnungen wie "Milch", "Butter", "Sahne", "Rahm", "Käse" oder "Joghurt" verzichten. Laut aktuellem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) sind diese ab sofort tierischen Produkten vorbehalten.

"Irreführung der Konsumenten"

Erfreut zeigt sich Team Stronach Konsumentenschutz- und

Wirtschaftssprecher Leo Steinbichler über die Entscheidung des Europäischen Gerichtshof. „Das ist ein erster wichtiger Schritt, aber wir fordern ebenso eine Ausweitung auf vegane Wurst- und Fleischprodukte", so Steinbichler. Denn auch die Bezeichnung für diese pflanzlichen Erzeugnisse, die oft als „Schinken" oder „Schnitzel" angeboten würden, sei irreführend für die Konsumenten.

Steinbichler will Austro-Gütesiegel

Deshalb verlangt Steinbichler ein Österreichisches Qualitätsgütesiegel. „Damit könnten viele Probleme gelöst werden. Die Konsumenten werden heutzutage oft mit billigen Substituten, wie etwa Phase-Butter aus Palmöl oder Analogkäse und - schinken abgespeist", kritisiert Steinbichler. Diese Produkte seien nicht nur gesundheitlich bedenklich, „sie verdrängen auch unsere regionalen, saisonalen, echten, wertvollen und gesunden Produkte", warnt der Agrarsprecher.

„Das Thema Ernährung ist den Menschen sehr wichtig. Der Konsument muss sich sicher sein können, dass das, was auf den Lebensmitteln und auch auf den Fertigprodukten drauf steht auch zu 100 Prozent drin ist", mahnt Steinbichler.

Auch Bauernbund fordert weitere Verbote

In die gleich Kerbe schlägt Bauernbund-Präsident Jakob Auer. "Es ist sinnvoll und richtig, dass pflanzliche Imitatprodukte nicht den gleichen Namen wie ihre tierischen Vorbilder führen dürfen. Ein Milchimitat aus Soja, Mandel oder Reis soll und darf auch nicht als ‚Milch' bezeichnet werden. Diese Entscheidung ist ein Schritt in die richtige Richtung", so Auer.

Nun müsste aber das, was für Milchersatzprodukte beschlossen wurde, auch für Fleischimitate kommen. Denn: Im Regal fänden sich auch Dinge wie Tofuwürste, Seitangeschnetzeltes oder Sojaschnitzel. Auf die Packung muss zwar ein deutlicher Hinweis wie "fleischlos" oder "vegetarisch" gedruckt sein, doch für Auer ist das zu wenig: "Das Produkt suggeriert in der Farbe, Form und im Wortlaut ein Fleischprodukt. Zusatzhinweise können Verbraucher beim Einkaufen schnell übersehen, es besteht hohe Verwechslungsgefahr. Deswegen ist an der Zeit, dass es auch hier eine eindeutige Kennzeichnung gibt."

Auer weiter: "Die Industrie für Kunst-Nahrungsmittel ist erfinderisch, wenn es um appetitmachende Fantasienamen geht." Was die Imitate alle gemeinsam hätten seien "sehr hohe Verarbeitungsgrade, elendslange Zutatenlisten, Zugaben von Geschmacksverstärkern sowie hohe Fett- und Salzanteile". Und: "Wozu sollte eine Soja-Rolle 'Wurst' heißen oder ein Tofu-Mischmasch 'Gulasch'?" (bart)

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