Fussball

Team-Vergleich: Das spricht für Liverpool, das für Real

Liverpool gegen Real – im Champions-League-Finale kicken zwei Topteams. Wer gewinnt? Wir analysieren die beiden Mannschaften.
20 Minuten
28.05.2022, 17:08

Am Samstag um 21 Uhr kommt es zum Höhepunkt der Fußballsaison 2021/2022. Im Finale der Champions League stehen sich Real Madrid und Liverpool gegenüber. Wer gilt als großer Favorit? Wir machen den direkten Vergleich auf den jeweiligen Positionen.

Liverpool:Der 29-jährige Brasilianer Alisson steht seit Juli 2018 im Kasten der Reds und macht kaum Fehler. In dieser Saison kassierte der Goalie in 35 Ligaspielen nur 24 Tore – gleich 20 Mal gelang es ihm, seinen Kasten sauber zu halten. Im Gegensatz zu Courtois gewann er bereits die Champions League.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Real Madrid: Thibaut Courtois (30) gilt auf der Linie als einer der besten Torhüter der Welt – auch dank dem Belgier gelang Real gegen City erst das Wunder und der Finaleinzug. Seine Parade gegen Jack Grealish kurz vor dem Ende war absolute Spitzenklasse. Nicht umsonst wurde er auch zum Spieler der Partie gewählt. In insgesamt 51 Spielen in dieser Saison schaffte es Courtois, 21 Mal die Weste sauber zu halten.

Fazit: Zwei Torhüter auf absolutem Spitzenniveau. Das gibt ein Unentschieden – beide einen Punkt.

Liverpool: Ein Name steht über allem! Virgil Van Dijk gilt als einer der besten, wenn nicht als bester Innenverteidiger der Welt. Wenn er fit ist, spielt der 30-Jährige immer. Doch wer wird neben ihm verteidigen? Die besten Karten aufgrund der letzten Spiele hat wohl der Ex-Leipziger Ibrahima Konaté (23). Allerdings: Joel Matip (30) lauert. Auf den Außenverteidigerpositionen glänzen die Reds mit Andrew Robertson (28) und Trent Alexander-Arnold (23).

Real Madrid:David Alaba gilt seit seiner Ankunft aus München als der Abwehrchef. Der 29-Jährige ist jedoch noch angeschlagen und wird eventuell wieder von Nacho (32) vertreten werden – ein guter Back-up, aber kein Superstar. Neben Alaba respektive Nacho wird Eder Militao (24) agieren. Auf der Außenbahn spielt Daniel Carvajal (30) und Ferland Mendy (26).

Fazit: Die Außenverteidiger und Van Dijk machen den Unterschied – Punkt für Liverpool.

Liverpool: Der einzige gesetzte Akteur im Liverpool-Mittelfeld spielt seit mehr als einem halben Jahr herausragenden Fußball. Thiago (31) befindet sich in der absoluten Bestform. Wer neben dem Spanier im Mittelfeld spielt, ist aktuell aber noch unklar. Zahlreiche Spieler wechselten sich im Zentrum der Reds in dieser Saison ab. Neben Captain Jordan Henderson (31) gibt es da noch Fabinho (28) und Naby Keïta (27), Harvey Eliott, Alex Oxlade-Chamberlain (28), Curtis Jones (21) und Routinier James Milner (36). Trainer Jürgen Klopp hat also die Qual der Wahl.

Real Madrid: Casemiro (30), Toni Kroos (32), Luca Modric (36) – ergänzt von Laufwunder Federico Valverde (23). Das Mittelfeld von Real Madrid strotzt nur so von Erfahrung. Beim Wunder gegen City waren die Spielgestalter der Madrilenen aber alle nicht mehr auf dem Platz – der junge Camavinga übernahm das Zepter und machte den Unterschied aus. Kroos und Co. waren an der Seitenlinie als Assistenz-Trainer unterwegs.

Fazit: Thiago spielt Weltklasse – die weiteren zentralen Positionen sind bei Liverpool aber eher in der Breite als Spitze besetzt. Die Bank von Real sieht zwar schlechter aus, die Startelf wird aber im Zentrum den Unterschied machen. Die Klasse schlägt die Breite – Punkt für Madrid.

Die besten internationalen Fußball-Videos - hier im Sky-Player:

Liverpool: Sadio Mané (30) und Mohamed Salah (29), Luis Diaz (25) und Diogo Jota (25)! Diese vier Namen sorgen in der Liverpool-Offensive in dieser Saison für Furore. Sollte Salah für den Final fit sein, wird entweder Jota oder Diaz nicht in der Startelf stehen – von der Bank sind die beiden aber auch als Joker eine Macht. Dazu kommen Publikumsliebling Divock Origi (27) und Roberto Firmino (30).

Real Madrid: Rodrygo (21) wird womöglich trotz seines Gala-Auftritts gegen City im Halbfinal erst mal wieder auf der Bank sitzen – als Joker hat er in der Champions League aber schon den Unterschied gemacht. Es ist auch möglich, dass Ancelotti für den Flügelstürmer einen seiner vier Mittelfeldspieler opfert und der 21-Jährige in die Startelf rutscht. Für die weitere Musik in der Offensive sind Vinicius Jr. (21) und vor allem Karim Benzema (34) verantwortlich. Seine Leistungen in der Champions League – außergewöhnlich! 15 Tore erzielte er in der laufenden Kampagne. Zwei Tore braucht er noch, um den Ronaldo-Rekord zu brechen.

Fazit:Trotz der brutalen Angriffsreihe von Liverpool geht der Punkt nach Madrid. Karim Benzema ist in dieser Saison einzigartig unterwegs – Punkt für Madrid.