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Tech-Gigant Apple verliert gegen einzelnen Trompeter

Apple Music gegen Apple Jazz: Der iPhone-Hersteller ist in den USA einem Musiker vor Gericht unterlegen. Hintergrund ist ein Streit um Markenrecht.
05.04.2023, 11:32
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Apple hat fast acht Jahre nach dem Start seines Musikstreamingdienstes einen Rückschlag beim Streit um den entsprechenden Markennamen in den USA erlitten. Ein Berufungsgericht in Washington stellte sich nun auf die Seite eines Musikers, der gegen die Anmeldung des Namens Apple Music vorgeht. Der Trompeter Charles Bertini macht geltend, dass er seit 1985 die Marke Apple Jazz unter anderem für Liveauftritte verwende und eine Verwechslungsgefahr sehe.

Apples Weg zur Verwendung des eigenen Firmennamens bei allem, was mit Musik zu tun hat, war schon früher schwierig – und das hat mit den Beatles zu tun. Die Mitglieder der legendären Band stellten im Jahr 1968 das Londoner Unternehmen Apple Corps für Geschäfte rund um ihre Musik auf die Beine.

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Apple vs. Apple Corps

Zehn Jahre später verklagte Apple Corps die von Steve Jobs und Steve Wozniak frisch gegründete Firma Apple Computer mit dem Vorwurf der Markenrechtsverletzung. Der Streit wurde in den 1980er-Jahren mit einem Deal beigelegt: Apple Computer hält sich aus dem Musikgeschäft heraus, Apple Corps aus der Computerbranche.

Die Einigung wurde auf die Probe gestellt, nachdem der in Kalifornien ansässige Apple-Konzern die Downloadplattform iTunes gestartet hatte. Apple Corps warf der Gegenseite Vertragsbruch vor, verlor aber vor Gericht. Danach kaufte Jobs der Beatles-Firma 2007 ihre gesamten Markenrechte auf den Namen Apple ab.

Dadurch kann Apple nun darauf verweisen, Inhaber einer seit 1968 im Musikgeschäft genutzten Marke zu sein – der grüne Apfel von Apple Corps findet sich etwa auf Schallplatten und CDs der Beatles. Im Streit mit Bertini konnte der iPhone-Konzern in erster Instanz mit dem Argument einer früheren Verwendung überzeugen.

Problem: Liveauftritte

Das Berufungsgericht sah jedoch ein Problem. Der Konzern hatte die Marke Apple Music unter anderem auch für Liveauftritte angemeldet. Das sei aber etwas anderes als die Nutzung der Apple-Marke durch die Beatles für Musikaufnahmen, entschieden die Berufungsrichter – und lehnten die Registrierung von Apple Music ab. Ob Apple dagegen in Berufung gehen und vor das Oberste Gericht der USA ziehen will, war zunächst unklar.

Bertini vertreibt seit Mitte der 1990er-Jahre unter dem Namen Apple Jazz auch aufgezeichnete Musik seiner Musikfirma. Den Streamingdienst Apple Music startete der Konzern im Juni 2015.

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