Technik-Panne bei Start der Austro-Satelliten

Bild: Screenshot

Seit Montag um 13.52 Uhr kreisen Österreichs erste Satelliten um die Erde. Die von der TU Graz gebauten Geräte sollen nun Sterne erforschen. Zu einer Panne kam es bei der Live-Übertragung aus Indien.

Voller Stolz erzählten die Forscher der TU Graz von ihren Satelliten. Vom Start der Rakete gab es dann aber nicht das versprochene Live-Bild. Die Techniker hatten zu spät die Live-Übertragung aus Indien eingeschalten. Als es schließlich funktionierte flog die Rakete bereits in großer Höhe, sodass man sie nur noch für den Bruchteil einer Sekunde ganz klein am Bildschirm sah. Danach wurden lediglich die Ingenieure im Satish Dhawan Raumfahrtzentrum im südindischen Sriharikota und eine nichtssagende Computergrafik gezeigt.

Um 13.52 Uhr kam dann großer Jubel in Graz auf, als die Satelliten "TUGSAT-1" und "UniBRITE" nach rund einer halben Stunde Flug freigesetzt wurden. "Für Österreich und unser Engagement im Weltraum hat dieses Ereignis durchaus eine historische Bedeutung", hielt Harald Posch, Leiter der Agentur für Luft- und Raumfahrt, fest. Als eine "Sternstunde nicht nur für die TU Graz sondern für den gesamten österreichischen Forschungsstandort", bezeichnete TU-Rektor Harald Kainz den Raketenstart.

Satelliten kosten 450.000 Euro

Die baugleichen österreichischen Nano-Satelliten - Würfel mit einer Kantenlänge von 20 Zentimetern und einer Masse von je 6,8 Kilogramm - sind Teil der internationalen Mission "BRITE" ("Bright Target Explorer") und werden als erste von insgesamt sechs kleinen Satelliten im Orbit Daten über Helligkeitsschwankungen sehr heller und massenreicher Sterne sammeln. Daraus erhoffen sich die Forscher Verbesserungen der Theorien über den Aufbau von Sternen und über die Geschichte des Universums.

"TUGSAT-1" wurde von der TU Graz entwickelt und gebaut, der baugleiche "UniBRITE" im Auftrag der Uni Wien vom Space Flight Laboratory der Universität Toronto (Kanada). Die Kosten für Hardware, Bau und Test von "TUGSAT- 1" liegen laut Koudelka bei rund 450.000 Euro (exklusive Aufwendungen für den Start).

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