Gestern öffnete in Las Vegas die Elektronikmesse CES ihre Pforten. Hersteller aus aller Welt präsentieren dort bis Sonntag ihre neuen Technologien und Produkte. Microsoft überraschte gleich zu Beginn mit dem Tablet-PC "Slate" und einem neuen Xbox-Controllersystem. Im Mittelpunkt der Aussteller steht die dritte Dimension.
Das 3D-Prinzip ist schon lange bekannt. Statt einem Bild werden gleich zwei leicht versetzt dargestellt und sorgen in Kombination mit einer speziellen Brille für den dreidimensionalen Effekt. Dieses Erlebnis soll es in Zukunft auch im Wohnzimmer geben. Sony, Samsung, LG, Panasonic & Co. tüfteln deshalb seit längerer Zeit an der entsprechenden Hardware. Auf der Consumer Electronics Show (CES), der größten Fachmesse rund um Unterhaltungselektronik, präsentieren die Hersteller ihre ersten Ergebnisse. Die TV-Geräte zählen zu den absoluten Highlights in Las Vegas.
Halbherzige Präsentation
Microsoft nützte den ersten Tag der CES, um eine Kampfansage an Apple, das wie immer durch Abwesenheit glänzt, zu richten. Microsoft-Chef Steve Ballmer hielt bei seiner kurzen Rede einen Tablet-PC von HP in die Kameras. Dieser soll freilich unter Windows 7 laufen und Apples "iSlate" Paroli bieten. Detaillierte technische Daten blieb Ballmer schuldig, dafür präsentierte er zwei weitere "Slate"-PCs, die ohne Tastatur auskommen. Kurioses Detail am Rande: Ein Stromausfall führte zu einer 30-minütigen Verspätung des Vortrags.
Interessanter war die Vorstellung des neuen Xbox-Controllersystems "Project Natal". Ähnlich wie bei Nintendos Wii, fangen Kameras die Körperbewegungen ein und machen einen physischen Controller überflüssig. Die Technologie soll pünktlich zu Weihnachten 2010 in den Handel kommen.
Besucher sollen wieder kaufen
110.000 Zuschauer werden bis Sonntag auf der CES im Hilton-Hotel in Las Vegas erwartet. Das Hauptziel der Aussteller ist - neben der Promotion der eigenen Produkte - die Besucher wieder für neue Technologien zu begeistern und die Wirtschaftskrise vergessen zu machen.