Jener 16-jähriger US-Amerikaner, der im Fahrwerk einer Boeing als blinder Passagier von Kalifornien nach Hawaii gereist ist, wollte eigentlich zu seiner Mutter nach Somalia, die er seit 13 Jahren nicht mehr gesehen hat. Wie durch ein Wunder überlebte der Teenager den fünfstündigen Flug, obwohl die Maschine bis zu elf Kilometer über dem Pazifik geflogen ist.
Der Jugendliche, der mit seinem Vater und seiner Stiefmutter in Kalifornien lebt, lief am Sonntag in San Jose weg. Er bekam Sehnsucht, seine Mutter nach 13 Jahren wiederzusehen und wollte nach Somalia reisen.
Überwachungsvideos, die dem Nachrichtensender "CNN" vorliegen, zeigen angeblich, wie der 16-Jährige über den Zaun klettert, zu einer Boeing 767 der Hawaiian Airlines läuft und in den Fahrwerkschacht klettert. Den Ermittlern sagte er später, dass er nach dem Abflug der Maschine ohnmächtig geworden sei.
Benommener Jugendlicher auf Rollfeld entdeckt
Eine Stunde nach der Landung auf dem Flughafen von Kahului auf Maui entdeckte das Bodenpersonal den verwirrten und benommenen Jugendlichen dann auf dem Rollfeld. US-Medien berichteten am Montag, dass das FBI die Angaben des Buben überprüfe. Einer Straftat werde er nicht beschuldigt.
"Ich weiß nicht, wie er überlebt hat. Es ist ein Wunder", sagte FBI-Sprecher Tom Simon der Zeitung "Los Angeles Times". Die Maschine flog zeitweise mehr als elf Kilometer über dem Pazifik. In diesen Höhen liegen die Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt, wegen des geringeren Luftdrucks gerät kaum noch Sauerstoff in die Lungen.