Betreuerin attackiert

Teenie-Trio (13, 14, 17) schlägt mit Feuerlöscher zu

Drei Teenager gingen in Wien gemeinsam auf eine Sozialarbeiterin los. Das Opfer wurde mit Messer, Schuh, Selfiestick und Feuerlöscher attackiert.
Christian Tomsits
12.11.2024, 21:33
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Ein schockierender Angriff auf eine wehrlose Sozialarbeiterin der MA11 wurde am Dienstag in Wien im großen Schwurgerichtssaal verhandelt. Eine höchst aggressive 13-Jährige soll am 19. Juni die Betreuerin bei deren Kontroll-Besuch in der Wohneinheit mit einem Taschenmesser attackiert haben.

13-Jährige tanzt Justiz auf Nase herum

Das knapp strafunmündige Mädchen war nur als Zeugin geladen, ließ jedoch nach einer Rauchpause ausrichten, dass sie auf die Verhandlung sch… und nicht mehr so lange warten wolle – kam nicht wieder. Hilfe soll die Minderjährige von einer 17-Jährigen und einem vorbestraften 14-Jährigen gehabt haben, der kaum größer als 1,50 Meter ist. Er kam aus dem Jugendarrest in den Saal, konnte also unmöglich schwänzen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Den Burschen soll die Haupttäterin beim Vorfall mit den Worten "Bring sie um! Bring sie um!" angestachelt haben. Dann prügelte das Teenager-Trio die wehrlose Frau einem Selfiestick, dem Absatz eines Plateau-Schuhs und mit den Fäusten auf den Kopf. Der Bursch habe auch noch einen Feuerlöscher geholt. "Er hat versucht, dem Opfer damit auf den Kopf zu schlagen und erwischte zum Glück nur die Schulter", schilderte eine Zeugin.

"Es war echt ein Überlebenskampf", schnaufte das Opfer vor Gericht durch. Das Urteil fiel nach knapp vier Stunden: Der 14-Jährige fasste – auch weil er noch ein fremdes Auto unerlaubt in Betrieb genommen und demoliert hatte – schließlich 18 Monate teilbedingte Haft aus, vier Monate davon unbedingt.

Er könnte demnach noch vor Weihnachten rauskommen, erklärte die Richterin, da begann der Bub zu jubeln. "Ich liebe dich", rief er noch im Saal zu seinem Verteidiger Hussein Al Rawi zu und fiel dem Anwalt in die Arme. Das Mädchen bleibt trotz 16 Monate teilbedingter Haft auf freiem Fuß, sofern es seinen Pflichtschulabschluss nachholt, Bewährungshilfe besucht und einen therapeutischen Boxkurs macht – nicht rechtskräftig.

{title && {title} } ct, {title && {title} } 12.11.2024, 21:33