Niederösterreich

Teilzeit & Co. – Jobs in Kindergärten werden flexibler

Die Kinderbetreuungs-Offensive des Landes NÖ schafft jetzt bis zu 2.350 weitere Arbeitsplätze. Dafür werden die Job-Regelungen erleichtert.
Isabella Nittner
27.04.2023, 12:59
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Bis 2027 sollen die Gruppen der niederösterreichischen Landeskindergärten verkleinert und deshalb massiv ausgebaut werden, ab Herbst 2024 sollen zudem Kinder ab zwei Jahren bereits die Möglichkeit auf einen Kindergartenplatz haben.

Das bedeutet logischerweise nicht nur den Ausbau der Infrastruktur, sondern auch die Aufstockung von Betreuungspersonal. Bis zu 2.350 zusätzliche Arbeitsplätze werden durch die Kinderbetreuungs-Offensive des Landes geschaffen.

Gruppenleitung ab 27 Stunden/Woche

Das Problem: Die meisten Elementarpädagoginnen und -pädagogen haben selbst Familie, können also oftmals nicht Vollzeit arbeiten. Bisher war es ohne Vollzeit-Anstellung aber nicht möglich, eine eigene Kindergartengruppe zu leiten. Man wurde als so genannter "Springer" bzw. als "Springerin" eingesetzt, nämlich dort, wo es krankheitsbedingt zu Personalausfällen kommt. Teils täglich in unterschiedlichen Kindergärten. Und selbst dafür ist ein hohes Maß an Flexibilität gefordert.

Damit Elementarpädagogen Beruf und Familie besser unter einen Hut bringen – und somit auch die offenen Stellen besetzt werden – können, flexibilisiert man nun die Jobvorgaben. 

Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister
NLK/Pfeiffer

Künftig werden beispielsweise auch Teilzeitbeschäftigte eine eigene Kindergarten-Gruppe leiten dürfen. "Wer zumindest 27 Wochenstunden arbeitet soll auch die Gruppenleitung übernehmen dürfen", so Landesrätin und NÖAAB-Obfrau Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP). Die geteilte Gruppenleitung wird nun als "Job-Sharing" gesetzlich verankert.

Zusätzliche Jobfelder

Auch die Zuständigkeiten werden neu geregelt. Zusätzlich zu den bisher bestehenden Berufen innerhalb der Elementarpädagogik wird es "pädagogische Fachkräfte" und "pädagogisch-administrative Assistenzen" geben. Auch hier ist ein Teilzeit-Arbeitsverhältnis möglich.

"Eine pädagogische Fachkraft unterstützt direkt in der Gruppe, während eine pädagogisch-administrative Assistenz die Kindergartenleitung bei Aufgaben in diesem Bereich unterstützt", heißt es in einer Aussendung des NÖ Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbundes.

"Mit dieser Maßnahme werden die Elementarpädagoginnen und Elementarpädagogen entlastet und damit eine noch bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf geschaffen", so Johann Zöhling, NÖAAB Landesobfrau-Stellvertreter und Vorsitzender der Landespersonalvertretung. 

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