Telekom kämpft mit sinkenden Gewinnen

Die skandalgeschüttelte Telekom hat in den ersten neun Monaten des heurigen Jahres einen kräftigen Ergebnisrückgang eingefahren. Der Umsatz gab von Jänner bis September 2011 um 4,11 Prozent auf 3,34 Mrd. Euro nach.

Begründet wird der Ergebniseinbruch mit der starken Abwertung des weißrussischen Rubels, dem harten Wettbewerb in Österreich und den regulatorischen Vorgaben. Die Telekom betreibt in Weißrussland den Betreiber Velcom, das Engagement dort ist Teil der Untersuchungen der Task Force zur Aufdeckung der Telekom Skandale rund im den Lobbyisten Peter Hochegger.

Erst vor wenigen Tagen war bekanntgeworden, dass die Telekom auch Zahlungen an eine Vorfeldorganisation des ÖVP-Bauernbundes tätigte. Unruhe herrscht in der Telekom auch wegen eines möglichen Einstiegs des Investors Ronny Pecik und einer eventuellen weiteren Privatisierung der Telekom, wie sie Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) angedacht hatte.

Weniger Gewinn, mehr Mitarbeiter

Während das Betriebsergebnis um 56,2 Prozent auf 208,8 Millionen Euro abstürzte und das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 7,9 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro nachgab, legte die Mitarbeiterzahl der Gruppe legte dank Zukäufen um 3 Prozent auf 17.063 Personen zu. Die Zahl der Festnetzanschlüsse erhöhte sich um 16,6 Prozent auf 2,69 Millionen, bei den Mobilfunkkunden gab es ein Plus von 2,7 Prozent auf 19,98 Millionen. Die Investitionen wurden um 2,6 Prozent auf 454,9 Millionen Euro hochgefahren.

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