Teleshopping-Sender für Waffen sorgt vor Start für W...

Staubsauger, Autopolitur, Küchengeräte, Schmuck. Es gibt fast nichts, das man nicht schon jetzt über eigene Teleshopping-Kanäle im TV kaufen kann. In den USA soll im Jänner ein neues Produkt übers Fernsehen vertrieben werden - Waffen. Das sorgt nach der Schießerei in Kalifornien mit 14 Todesopfern für Kritik und Kopfschütteln.

Ab dem 20. Jänner soll GunTV vorerst für einige Stunden pro Tag Schusswaffen an potentielle Kunden vor den Flimmerkisten bringen. Die Sendeverantwortlichen wollen ihre Produkte "auf verantwortungsvolle Weise" anbieten. Gewehre, Pistolen und das passende Zubehör sollen in der bekannten Art und Weise präsentiert werden und von Käufern per Telefon oder übers Internet geordert werden. 

Die bestellte Ware wird allerdings nicht direkt zum Käufer, sondern in den nächstgelegenen Einzelhandel geliefert. Dort kann man nach Erledigung einiger Formalitäten die fabrikneuen Waffen dann abholen.

Heftige Kritik an GunTV

Nach dem blutigen Massaker im kalifornischen San Bernardino, dem am Mittwoch 14 Menschen zum Opfer gefallen sind, sei GunTV "das Letzte, was wir brauchen", sagt Laura Cutiletta, Anwältin der Organisation "Law Center To Prevent Gun Violence" gegenüber der Zeitung "The Guardian".

Rund 300 Millionen Schusswaffen sind in den USA in Gebrauch, fast ein Drittel aller erwachsener US-Bürger besitzt zumindestens eine Waffe. "In den USA sterben täglich Menschen durch Schusswaffen", appelliert Cutiletta an die Verantwortlichen, sich die Sinnhaftigkeit eines Teleshopping-Kanals noch einmal zu überlegen. 

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