Dass Wiens Wohngebiete nach rotgrünem Plan bis 2013 fast zur Gänze Tempo-30-Zonen sein sollen, sorgt nach dem Heute-Exklusivbericht von Mittwoch für heftige Debatten und viel Kritik.
Die FPÖ etwa will Donnerstag im Gemeinderat einen Antrag gegen einbringen: "Tempo 30 ist vor Schulen, Kindergärten, Spitälern und Seniorenheimen okay, flächendeckend jedoch ein Irrweg. Der Verkehr wird noch zähflüssiger, der Schadstoffausstoß steigt", so FPVerkehrssprecher Toni Mahdalik.
Ähnlich die Reaktion von VP-Wien Geschäftsführer Alfred Hoch: "Die Einführung von Tempo 30 nur um des 30ers willen lehnen wir entschieden ab." Der Verkehrsclub Österreich hingegen begrüßt die Ausweitung der 30er-Zonen als einen "längst überfälligen Schritt, um die Sicherheit für Fußgänger zu erhöhen". Ganz anders Martin Hoffer vom ÖAMTC: "Der flächendeckende 30er birgt die Gefahr, dass wirkliche Gefahrenpunkte nicht erkennbar sind."
Außerdem fürchtet Hoffer, "dass genau dort abgezockt wird, wo der 30er nicht notwendig ist". Auch auf der Heute-Facebook-Seite gehen die Emotionen hoch. Userin Katja Heissenberger postet: "Das Grünzeugs gehört ins Gemüsefach, nicht in die Politik!" User Jean Schrems kontert: "He, da geht’s um Wohngebiete, wo Kinder herumrennen. Da find ich das sinnvoll!"
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