4:41 zeigte die Uhr auf Court sechs an, als Jakub Mensik im Match-Tiebreak des fünften Satzes die letzte, entscheidende Vorhand ins Feld seines Gegenspielers Federico Navone hämmerte und dadurch das Match gewann. Danach verließen den Tschechen komplett seine Kräfte, seine Beine gaben W.o. – und er brach mitten am Platz zusammen.
Bei mehr als 30 Grad schenkten sich der tschechische Jungstar und der argentinische Sandplatz-Spezialist in der zweiten Runde der French Open gar nichts. Im wilden Mensik Fünfsatz-Thriller kämpften beide mit der Hitze und Mensik gegen seine Nerven: Erst der achte Matchball sollte schlussendlich sitzen und zum Matchgewinn führen – 6:3, 2:6, 6:4, 1:6, 7:6 (11).
Dann spielten sich komplett verrückte Szenen ab: Mensik drosch seine letzte Vorhand in die Ecke – und kippte, noch während des Ballwechsels, rücklings auf den Sand. Dass der Ball gerade noch im Feld landete, sah der Tscheche gerade noch. Doch dann war erst einmal Pause liegen, denn er konnte nicht mehr aufstehen.
Das Publikum feierte den völlig ausgepumpten Sieger frenetisch. Mensik blieb allerdings minutenlang regungslos liegen. Sogar den Handschlag mit Gegner Federico Navone absolvierte er am Boden liegend. Kurz darauf wurde sogar ein Rollstuhl auf den Court gebracht. Erst mit Unterstützung konnte der völlig entkräftete Tscheche wieder aufstehen.
Ausruhen kann sich Mensik jedenfalls nicht sonderlich lange, denn sein Drittrunden-Match steigt bereits am Freitag. Und dort wartet niemand anderes als Weltklasse-Spieler und Dauerläufer Alex de Minaur. Und der hatte dagegen einen deutlich entspannteren Tag. Der Australier musste gar nicht spielen, weil sein Gegner Axel Blockx sich im Training verletzt hatte.