Marin Cilic und Matteo Berrettini galten als aussichtsreiche Kandidaten, um auf dem "Heiligen Rasen" an der Church Road ganz weit zu kommen. Doch beide wurden durch eine Corona-Infektion unmittelbar vor Turnierbeginn gestoppt. In Wimbledon ist die Sorge nun groß, hatten die Spieler doch Kontakt zu anderen Tennis-Assen.
Dabei schien der Tennis-Zirkus die Covid-Pandemie zuletzt gut im Griff zu haben, gab es zuletzt kaum Meldungen von infizierten Spielerinnen oder Spielern. Offenbar, weil die Tennis-Stars in Roland Garros im großen Stil geschwindelt haben, wie die Französin Alize Cornet nun in der "L´Equipe" behauptet.
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Laut Angaben der 32-Jährigen, immerhin die Nummer 44 der Welt, hätte es im Tennis-Zirkus eine Übereinkunft gegeben: demnach hätten sich die Spielerinnen und Spieler einfach nicht mehr getestet, wenn sie Symptome haben. "In Roland Garros gab es eine Covid-19-Epidemie, aber niemand hat darüber gesprochen. Alle haben sich in der Umkleide angesteckt und haben dann nichts gesagt", meinte die Tennisspielerin.
Demnach sei ausgemacht worden, dass die Tennis-Stars nicht mehr testen. "Ich glaube, es gab ein paar Fälle, und es war eine stillschweigende Abmachung zwischen uns. Wir machen keine Selbsttests, um uns Ärger zu ersparen", schilderte Cornet weiter.
Mit Barbora Krejcikova und Marie Bouzkova gab es zwei Spielerinnen, die ihren positiven Test schließlich öffentlich machten. "Danach habe ich Mädchen gesehen, die Masken trugen, vielleicht, weil sie wussten, dass sie es haben könnten und nicht weitergeben wollten", schilderte die 32-Jährige Erlebnisse aus den Katakomben.