Der Tscheche Jakub Mensik verlor beim Saisonabschlussturnier der besten Nachwuchsspieler in Dschidda gegen den topgesetzten Franzosen Arthur Fils mit 2:4, 3:4 (7) und 2:4 nach Sätzen. Allerdings erlebte der 19-Jährige nach dem zweiten Durchgang einen kuriosen Zwischenfall.
Der Weltranglisten-48. nahm sich nämlich eine Toilettenpause, ging vom Platz. Doch auf dem Weg in seine Umkleidekabine wurde der tschechische Nachwuchs-Tennisspieler von einem Doping-Kontrolleur abgefangen und zu einem sofortigen Test aufgefordert – während des Spiels.
Minuten später kam der 19-Jährige sichtlich angefressen auf den Court zurück, beschwerte sich bei Schiedsrichter Nacho Forcadell. Auch der Unparteiische schien äußerst überrascht von den Vorgängen gewesen zu sein. Ob der tschechische Spieler den Test absolvierte, ist nicht klar, Forcadell sagte zu ihm aber: "Ja, du bist im Recht." und meinte dann in Richtung des Supervisors: "Jemand von der Anti-Doping-Agentur hat ihn zu einem Dopingtest aufgefordert. Das hat alles verzögert. Wenn man mit dieser Person reden könnte, das sollte nicht passieren", richtete der Stuhlschiedsrichter dem Supervisor aus.
Chris Eubanks, der das Spiel für den "Tennis Channel" als Experte begleitete, meinte danach, ein Spieler müsse stets mit einr Dopingkontrolle rechnen, "solange man sich nicht in einem Match befindet. Wenn man zu einem Spieler in der Toilettenpause mitten im Spiel kommt und sagt, es gibt jetzt einen Dopingtest, hat jemand die Regeln nicht verstanden. Mensik sollte wahrscheinlich einen Dopingtest nach dem Spiel absolvieren, so läuft es üblicherweise ab. Da hat es wohl ein Missverständnis gegeben."