Nick Kyrgios ist als Tennis-Rüpel bekannt. 2022 spielte der Australier groß auf, stürmte mit spektakulärem Tennis bis ins Wimbledon-Finale. Dort unterlag der Top-Aufschläger Novak Djokovic in vier Sätzen.
Seinen bittersten Tennis-Tag erlebte Kyrgios auch in Wimbledon. 2019 verlor er gegen Rafael Nadal in Runde zwei in vier Sätzen. Im Anschluss ließ er sich in die Psychiatrie einliefern. Das wird Kyrgios in einer Netflix-Dokumentation erzählen, berichtet die Zeitung "The Australian".
"Ich habe in Wimbledon verloren. Als ich aufwachte, saß mein Vater aufgelöst auf dem Bett. Das war der große Weckruf für mich. Ich dachte: Okay, ich kann so nicht weitermachen. Ich bin in einer Psychiatrie in London gelandet, um meine Probleme zu lösen", erklärte Kyrgios laut "The Australian".
"Dieser Druck, dass alle Augen auf dich gerichtet sind, damit konnte ich nicht umgehen. Ich hasste die Art von Person, die ich war. Ich habe getrunken, Drogen genommen, die Beziehung zu meiner Familie verloren und alle meine engen Freunde verstoßen", sagt er weiter.
Kyrgios hatte im Frühjahr 2022 auf Instagram mitgeteilt, dass er seine mentalen Gesundheitsprobleme in den Griff bekommen habe. "Ich bin stolz, sagen zu können, dass ich mich völlig verändert habe und eine völlig andere Einstellung zu allem habe. Ich halte keinen Moment für selbstverständlich", schrieb er.
Zu Beginn der Saison 2023 stoppte Kyrgios eine Meniskus-OP. Der 28-Jährige gab diese Woche in Stuttgart sein Comeback, unterlag dabei Wu Yibing 5:7, 3:6.