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Tennis-Star: "Wünschte, ich hätte US Open nie gewonnen"

Emma Raducanu war nach dem US-Open-Sieg plötzlich Weltstar. In einem Interview gibt sie tiefe Einblicke in die harte Tenniswelt. 
Martin Huber
19.06.2023, 11:35
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"Ich bin widerstandsfähig, meine Toleranz ist hoch, aber es ist nicht einfach. Manchmal denke ich mir: Ich wünschte, ich hätte die US Open nie gewonnen. Ich wünschte, das wäre nicht passiert", sagt Tennis-Ass Emma Raducanu im Interview mit der "Sunday Times".

Raducanu hatte 2021 im Alter von 18 Jahren als erste Qualifikantin in der Geschichte des Tennissports die US Open gewonnen. Plötzlich war die Britin ein Weltstar. 44 Jahre hatte das Königreich auf einen Grand-Slam-Titel gewartet.

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Raducanu lernte dann die Schattenseiten des Erfolges kennen. Verletzungen warfen sie zurück, aktuell erholt sie sich von einer Operation an beiden Handgelenken und am Knöchel. Nach den French Open wird sie auch beim Heimturnier in Wimbledon nicht aufschlagen können.

Im vergangenen Jahr tat sie das trotz Schmerzen. Sie wollte von ihrem damaligen Coach Dmitri Tursunow nicht als schwach abgestempelt werden. Sie habe sich eine Fassade aufgebaut, um ihre Probleme zu verbergen.

"Als ich den Titel gewann, war ich extrem naiv", sagte Raducanu heute. In der Weltrangliste ist sie auf Platz 130 abgerutscht. Die Tennis-Tour sei "kein sehr schöner, vertrauensvoller und sicherer Raum ist. Man muss auf der Hut sein, denn da draußen gibt es viele Haie". Viele in der Branche hätten sie als "Sparschwein" betrachtet: "Ich habe gelernt, meinen Kreis so klein wie möglich zu halten. Die Tour ist völlig brutal."

Fünf Coaches haben Raducanu in zwei Jahren betreut. Ihr Triumph in New York sei aber auch positiv gewesen und heute eine Motivation. "Dann denke ich mir: Erinnere dich an dieses Gefühl, erinnere dich an dieses Versprechen, denn es war völlig rein", sagt sie. "Dafür würde ich wirklich jedes Problem der Welt auf mich nehmen. Das habe ich mir an diesem Tag auf dem Platz versprochen."

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