Tenor zu Trump: Viele laute Worte, kaum Furcht

Am 20. Jänner tritt Donald Trump das Amt als US-Präsident an. Vielerorts sorgt die bevorstehende Ära Trump für Sorgenfalten. "Müssen wir uns vor Donald Trump fürchten?" war daher am Montagabend Thema bei "Pro & Contra". Es wurde über Populismus, die Beziehung der USA zu Russland und das Verhältnis zwischen Anspruch und Realität diskutiert. Mit dabei war auch "Heute"-Herausgeberin Eva Dichand.
Am 20. Jänner tritt Donald Trump das Amt als US-Präsident an. Vielerorts sorgt die bevorstehende Ära Trump für Sorgenfalten. "Müssen wir uns vor Donald Trump fürchten?" war daher am Montagabend Thema bei "Pro & Contra". Es wurde über Populismus, die Beziehung der USA zu Russland und das Verhältnis zwischen Anspruch und Realität diskutiert. Mit dabei war auch "Heute"-Herausgeberin Eva Dichand.

Eva Dichand sieht den Grund für Trumps Erfolg im weltweiten Trend in Richtung Populismus liegen. Der zukünftige US-Präsident habe den Nerv der Zeit vollkommen getroffen. "Man will ausprobieren wie es ist, wenn das Establishment nicht regiert." Dass er sein forsches Auftreten auf Dauer durchhalten wird, glaube sie nicht, sagte Dichand und kritisierte den Republikaner für Aussagen über einen behinderten Journalisten und dessen Frauenbild.

Immer wieder tauchte auch die Bedeutung Trumps für die russischen-amerikanischen Beziehungen als Thema auf. Ivan Rodionov von Russia Today (deutsche Ausgabe) sieht darin eine Chance, Trumps Unberechenbarkeit berge aber auch Risiken. Rodionov kritisierte auch die von amerikanischen Medien verbreitete These, dass Russland Trump erpresse. "Mittlerweile glaubt man im Westen jeder Geschichte, Hauptsache es sind Russland und Putin und FSB-Agenten drin", sagte er. Der Slogan "Make America great again" bereite Russland kein Kopfzerbrechen.

Der deutsch-amerikanische Immobilien-Tycoon Thomas Kramer vertrat Trumps Linie bei mehreren Themenbereichen vehement und schrie die anderen Diskussionsteilnehmer ganz in Trump-Manier mitunter an. Natürlich werde Trump wie auch etwa Politiker in Europa nicht alle Versprechen halten können, er warf den Kritikern Doppelmoral vor. Er jedenfalls sei von der Art Trumps begeistert.

Die meisten Diskussionteilnehmer waren sich darüber einig, dass nicht das Weltgefüge durcheinander geraten wird. Journalist Georg Hoffmann-Ostenhof sagte jedoch, er befürchte einen bevorstehenden "Handelskrieg".
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