Der schreckliche Terroranschlag am Wiener Flughafen (vier Tote, 52 Verletzte) von 1985: Jetzt erstritt ein US-Anwalt vor Gericht rekordverdächtige 18,5 Milliarden Euro Entschädigung für die Opfer.
Die Terroakte von Wien und Rom im Dezember 1985 kosteten insgesamt 19 Menschen das Leben, 107 Fluggäste wurden verletzt. In Schwechat hatten drei "Abu Nidal"-Attentäter am Check-In-Schalter der israelischen Fluglinie "El Al" mit Handgranaten und Maschinengewehren ein Blutbad angerichtet – auch eine Wienerin und ein Niederösterreicher waren unter den Opfern.
Für 25 Angehörige der Toten und Verletzten hat Anwalt Ron Jenkins aus Portland (USA) jetzt einen wichtigen Sieg vor Gericht errungen. Die Justiz gab ihm recht, dass Syrien die Attentäter unterstützt haben musste – und fordert jetzt eine Entschädigung von 25 Milliarden Dollar (18,5 Milliarden Euro). "Angesichts der bürgerkriegsähnlichen Zustände in Syrien wird es schwer, das Geld einzutreiben. Aber ich habe schon Konten außerhalb des Landes im Visier", so Jenkins.