Terror in Wien: Auch der "U-Bahn-Bomber" war dabei

Ahmed A. (25) sitzt in Wr. Neustadt in U-Haft.
Ahmed A. (25) sitzt in Wr. Neustadt in U-Haft.Bild: privat

Knalleffekt im Fall der mutmaßlichen Terror-Anschläge in Wien: Neben drei Tschetschenen (24, 25, 31) soll auch "U-Bahn-Bomber" Lorenz K. (20) involviert gewesen sein.

Immer weitere Kreise zieht der Fall rund um die mutmaßlich geplanten Anschläge in Wien, Salzburg, Frankreich, Luxemburg und Deutschland: Bereits Anfang November soll ein Tschetschene (24) laut einem Informanten Ausbruchspläne im Häfen Hirtenberg (NÖ) geäußert haben (Anm. er wollte dann nach Syrien), der 24-Jährige wurde daraufhin nach Stein (Krems) verlegt, war dann Zellennachbar von „U-Bahn-Bomber" Lorenz K. (20).

Mit dem Austro-Albaner Lorenz K. soll der 24-Jährige (Anm.: zu drei Jahren Haft wegen "Terrorparagraph" verurteilt) dann Anschläge rund um die Weihnachtszeit besprochen haben. Die zwei anderen Tschetschenen (25, 31) sollen permanent via Handy Kontakt mit dem 24-Jährigen gehabt haben. Das bis dato unbescholtene Duo wurde schließlich im Dezember festgenommen („Heute" berichtete), sprach laut Anwalt Wolfgang Blaschitz jedoch nur privat aus Mitleid mit ihrem Landsmann. "Die Ermittler bekamen wegen der beiden einfach kalte Füße", glaubt der Advokat.

"U-Bahn-Bomber" alias "Bubi-Bomber"

Ein anderes Kaliber ist indes Lorenz K.: Er hatte einen Buben (12) mit einer Bombe auf einen Adventmarkt in Deutschland dirigiert, wollte sogar die Wiener U-Bahn sprengen, fasste damals wegen Bestimmung zum Mord neun Jahre Haft aus - mehr dazu lesen Sie hier.

Die Ermittlungen laufen weiter auf Hochtouren, die Behörden wollen zum aktuellen Fall nichts sagen - außer: Die zwei Tschetschenen (25, 31) sitzen, wie bereits bekannt, in Wr. Neustadt in U-Haft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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