Terror in Wien – so viel Geld erhielten die Opfer

Gedenken an die Terror-Opfer in Wien.
Gedenken an die Terror-Opfer in Wien.picturedesk.com
Sechs Monate nach dem Terroranschlag in Wien wurde der Entschädigungsfonds noch immer nicht eingerichtet. 92.000 Euro wurden an die Opfer ausgezahlt.

Nach dem Terroranschlag vom 2. November hatte die Regierung einen Entschädigungsfonds angekündigt. Doch dieser wurde bislang noch nicht eingerichtet.

Wie Sozialminister Wolfgang Mückstein (Grüne) vor dem Ministerrat erklärte, sei man diesbezüglich "in der Endabstimmung". Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) wollte nach der Regierungssitzung keine Details nennen.

Hinterbliebene klagen

Bisher wurden insgesamt 92.000 Euro als Entschädigungszahlungen an die Opfer ausgezahlt. Wie das Sozialministerium auf APA-Anfrage erklärte, sind laut Verbrechensopfergesetz nur Zahlungen zwischen 2.000 und 12.000 Euro möglich. 69 Anträge sind eingegangen, davon wurden 63 bewilligt (davon 34 Mal Schmerzensgeld). Hinterbliebene haben bereits Klagen gegen die Republik angekündigt.

Bei dem Terroranschlag in der Wiener Innenstad wurden vier Personen getötet und mehr als 20 Personen teils schwer verletzt. Nach dem Attentat wurden schwere Behördenfehler bekannt. Die Mutter einer getöteten jungen Frau hat die Republik bereits auf 125.000 Euro geklagt.

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