Test-Konzert: Barcelona lässt 5.000 ohne Abstand feiern

Für 5.000 getestete Musikfans ging am Wochenende in Barcelona ein Traum in Erfüllung: Sie durften endlich wieder ein Live-Konzert erleben.
Für 5.000 getestete Musikfans ging am Wochenende in Barcelona ein Traum in Erfüllung: Sie durften endlich wieder ein Live-Konzert erleben.
AFP/picturedesk.com
Tausende getestete Fans in Barcelona durften bei einer Musikshow ohne Abstand feiern. Das Konzert war ein Testlauf für künftige Großveranstaltungen.

Zwar hat die katalanische Metropole Barcelona derzeit einen Inzidenzwert von 80, trotzdem wagt die Stadt am vergangenem Wochenende einen mutigen Schritt in Richtung Kulturöffnung: 5.000 Fans durften am Samstagabend in einer Mehrzweckhalle ohne Abstandsregelung ein Pop-Konzert ihrer Lieblingsband "Love of Lesbians" erleben.

"Willkommen zu einem der bewegendsten Konzerte unseres Lebens", begrüßte Lead-Sänger Santi Balmes (50) die Menge bei dem XL-Event, die von der Gesundheitsbehörde ausdrücklich genehmigt wurde. Denn mit diesem Test-Konzert will man herausfinden, welche Maßnahmen bei Großveranstaltungen getroffen werden müssen, ohne dass es zu vielen Neuinfektionen kommt.

Strenge Auflagen für Konzert-Genuss

Deshalb durften auch nur jene Konzertbesucher bei der Show dabei sein und ohne Einhaltung von Mindestabstand feiern, die ein negatives Corona-Testergebnis vorweisen konnten. Bei den Schnelltests, die davor abgewickelt wurden, gab es laut der spanischen Zeitung "La Vanguardia" nur sechs positive Ergebnisse. Vor dem Eintritt in die Halle wurde außerdem die Körpertemperatur der Gäste gemessen und alle Besucher mit FFP2-Masken ausgestattet, die getragen werden mussten.

Negative Tests, ein raffiniertes Sicherheitskonzept, Schutzmasken: Die Fans haben das "Love of Lesbians"-Konzert in Barcelona sichtlich genossen.
Negative Tests, ein raffiniertes Sicherheitskonzept, Schutzmasken: Die Fans haben das "Love of Lesbians"-Konzert in Barcelona sichtlich genossen.
AFP/picturedesk.com

Besucher "unglaublich glücklich und ausgelassen"

Die Halle selbst war in drei Zonen eingeteilt, zwischen denen man nicht wechseln durfte. Zusätzlich s und FFP2-Masken verteilt, die auch während des Konzerts getragen werden mussten. Die stark belüftete Halle selbst war in drei Zonen eingeteilt, zwischen denen man nicht wechseln durfte. Darüber hinaus kontrollierte ein Ärzeteam vor Ort, dass die Schutzregeln eingehalten wurden. Ein Aufwand, bei dem sich auch das Publikum gerne seinen Teil beitrug.

"Es war super", berichtet ein Besucher der Deutschen Presseagentur. "Eigentlich noch besser als vor Corona, weil alle Leute so unglaublich glücklich und ausgelassen waren, weil sie endlich mal wieder in einem Konzert sein konnten". Er hofft, dass es "bald mehr solche Veranstaltungen" gibt. Und damit dürfte er bestimmt nicht der Einzige sein.

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