Testbericht: BMW 420d für den gehobenen Alltag

Die junge 4er-Serie erfreut sich großer Beliebtheit dank ihres Designs. Aber natürlich passt nicht nur das Aussehen, sondern auch der Rest.

Läuft der 4er imagemäßig langsam dem 3er den Rang ab? Klar, er ist größer und damit auch teurer, was eine Hürde darstellt. Doch man trifft ihn immer häufiger auf den Straßen an und bewundernde Worte für den Look gibt es viele. An die großen Nieren haben sich die Leute gewöhnt - war die anfänglich Kritik an ihnen vielleicht nicht doch einfach der übliche Lärm auf sozialen Medien, wo schnell alles lautstark niedergemacht wird, um aufzufallen?

Wir fuhren einen 420d xDrive Gran Coupé, das bei 55.200 Euro startet. Doch damit ist es bei BMW natürlich nicht getan: Wir haben noch das M Paket und das immer empfehlenswerte Innovations-Paket mit dem Fahrassistenten, dem adaptiven Tempomaten und dem generell praktischen Head-Up-Display. Dazu noch einige Extras, unter anderem das Glasschiebedach, Sitzheizung und -kühlung sowie der Driving Assistant Professional, mit dem der Wagen schon ganz gut "alleine" unterwegs ist - solange man eine Hand am Lenkrad lässt. Das macht dann insgesamt 85.868 Euro.

Auch sportlich guter Verbrauch

Das beinhaltet dann auch einen NoVa-Satz von 7 Prozent, also 4.400 Euro. Denn angetrieben wird der 420d von einem 190 PS starken, 2 Liter großen Vierzylinder-Diesel, der 134 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt. Der sorgt aber für genug Power, nicht zuletzt mit Hilfe des Allradantriebs xDrive und - zumindest theoretisch - der 48 Volt Mild-Hybrid-Technologie mit 11 PS an Bord. Die merkt man aber hauptsächlich im Verbrauch, denn auch bei sportlicherer Fahrweise bleibt man problemlos deutlich unter 7 Litern. Wer sanft fährt, kann sogar knapp unter 6 Litern pro Hundert Kilometer bleiben.

Bei 4,78 Meter Länge und einem Radstand von 2,86 Meter gibt es natürlich vorne viel Platz, hinten wird es auch nicht zu eng. Außer man ist groß gewachsen, dann schränkt das Coupé-Heck natürlich die Kopffreiheit ein. Lobenswert groß ist der Kofferraum mit seinen 470 Litern.

Glasklar

Und was ebenfalls erwähnt gehört, ist die hervorragende Qualität der Freisprecheinrichtung - und zwar nicht nur im Auto selbst. Am anderen Ende der Leitung merkt man bestenfalls auf der Autobahn, dass hier aus einem Fahrzeug telefoniert wird. "Echt? Ich dachte, du sitzt im Büro", kommentierte ein Freund erstaunt.

Ansonsten ist auch alles weiterhin so, wie man es von BMW gewohnt ist: Hervorragend verarbeitete Materialien, ein unaufgeregtes aber stilsicheres Interieur sowie viel Komfort und viele (optionale) Funktionen. Wer das zahlen kann und will, bekommt tolle innere Werte zu einem schnittigen Aussehen.

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