Tests brachten Studenten hinter Gitter

Ein 34-Jähriger legte für seine Kunden Deutschtests unter ihrem Namen ab. Erlös pro Antritt: Zwischen 2.000 und 4.000 Euro. Am Dienstag wurde er verurteilt.

Chinesisch ist seine Muttersprache, Deutsch spricht er gut – besonders vertraut war ihm aber die Sprache des Geldes. Und so landete Shaozhen Z. am Dienstag in Wien vor Gericht, wo er den Ernst der Lage erkannte und gestand.

Konkret: Um ihm ähnlich sehenden Chinesen Niederlassungsbewilligungen, Aufenthaltstitel, die Rot-Weiß-Rot-Card und die österreichische Staatsbürgerschaft zu verschaffen, legte der 34-Jährige für sie Deutschtests ab. Insgesamt 19 Mal. Erlös: zwischen 2.000 und 4.000 Euro pro Antritt. Da ihm natürlich nicht alle Chinesen ähnlich sehen konnten, bestimmte er fünf Mittäter(innen) und vermittelte ihnen Kunden.

Richter Handsur urteilte gnädig: 22 Monate Haft, davon sieben unbedingt. Nach Anrechnung der U-Haft spazierte Shaozhen Z. am Dienstag an der Seite von Anwalt Wolm in die Freiheit. Ziel: "Mein Studium beenden."

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(coi)

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