Würstelstand wird teurer – Käsekrainer bald bei 9 Euro?

Rene Kachlir musste die Preise für Käsekrainer erhöhen. Mit 4,80 Euro ist er aber noch immer einer der günstigeren Würstelstände.
Rene Kachlir musste die Preise für Käsekrainer erhöhen. Mit 4,80 Euro ist er aber noch immer einer der günstigeren Würstelstände.Denise Auer
Die steigenden Preise bekommen auch Wiens Würstelstände zu spüren. Für einen Käsekrainer muss man in der Innenstadt schon tiefer ins Börserl greifen.

Zehn Jahre lang zahlte man beim Würstelstand "Zum scharfen Rene" am Schwarzenbergplatz 15 (City) 4,20 € für eine Käsekrainer. Die allgemeine Teuerungswelle schlägt aber auch hier zu, der Preis stieg nun auf 4,80 €. "Würde ich die gestiegenen Einkaufspreise direkt an die Gäste weitergeben, würde das Würstel 9 € kosten", erzählt Inhaber Rene Kachlir gegenüber "Heute".

"Bin kein Suderant, aber es ist heftig"

So manchem Gast schlägt die Erhöhung auf den Magen: "Ein paar Leute schauen ganz schön, andere akzeptieren es einfach. Einer hat aus Protest auch gar nichts bestellt", schildert Kachlir die Reaktion der Wiener. Für eine Dose Ottakringer "blecht" man statt 2,80 € inzwischen 3,40 €. Auch Kachlir schmerzen die steigenden Preise. "Brot ist um fast 250 Prozent teurer, Fleisch und Strom um circa 50 Prozent. Ich bin kein Suderant, aber es ist wirklich heftig", so der Chef. Seine Käsekrainer läge immer noch im unteren Preisfeld, denn vor allem in der Innenstadt sei die Teuerung extrem.

Je zentraler, desto kostspieliger wird es. Wie beim Stand "Zum goldenen Würstel" in der Spiegelgasse 1 am Graben. Die Wurst kostet hier bereits 5,40 €, im Hotdog sogar stolze 6,40€. Aber es geht noch teurer: Beim Bitzinger Würstelstand am Albertinaplatz legt man für eine Käsekrainer saftige 5,50 € hin.

Bierpreise nicht angehoben

Wer preisgünstigere Würstelstände sucht, findet diese nur wenige Schritte über der Bezirksgrenze: An Roland Walloner im "Alt Wiener Würstelstand" ist die Teuerung zwar nicht spurlos vorübergegangen. Dennoch kostet der Käsekrainer "nur" 4,20 €, statt der 3,90 € zuvor. "Der Preis ist noch sehr human, auch wenn jedes Produkt, dass wir einkaufen teurer geworden ist", erzählt der Betreiber im Gespräch mit "Heute".

Die gute Nachricht zum Schluss: Den Preis für eine Dose Ottakringer Bier (2,70 €) hat man hier trotz der massiven Teuerung beibehalten.

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