Teuerung - "Hamsterkäufe bei Playmobil, wir bunkern"

"Ed. Zechel"-Chefin: Auch Preise in der Spielwarenbranche werden steigen.
"Ed. Zechel"-Chefin: Auch Preise in der Spielwarenbranche werden steigen.Mike Wolf
Das Linzer Spielwarengeschäft "Ed. Zechel" plant, vor der Teuerung seine Lager noch zu füllen. So will Chefin Ulrike Zechel die Preise stabil halten.

Die Teuerungswelle wird sich künftig auch auf die Spielwaren-Branche auswirken. Davon geht Ulrike Zechel (64), Chefin des Linzer Spielwaren-Traditionsgeschäftes "Ed. Zechel", aus. "Auch unsere Händler sind mit den Teuerungen konfrontiert, das wird sich auf die künftigen Einkaufspreise auswirken", so die Chefin gegenüber "Heute".

Bevor die Teuerungen im Herbst deutlich spürbar werden, will die Geschäftsfrau deshalb zuvor noch so viele Waren wie möglich zu den jetzt noch günstigeren Preisen einkaufen. Am 1. Juli stehe etwa eine Verhandlungs-Runde mit Playmobil auf dem Plan. 

"Um hier nicht sinnlos teure Ware einkaufen zu müssen, haben wir unsere Lager bereits vor ein paar Wochen bei regelrechten Hamsterkäufen mit den Artikeln gefüllt. Die Devise lautet im Moment bunkern."

Geschäft will Preise stabil halten

So will das Traditionsunternehmen sicherstellen, dass die Verkaufspreise zumindest bis zum Jahresende für die Kunden noch stabil bleiben. "Wir versuchen mit aller Gewalt, vor der Teuerung einzukaufen. Unsere Lager sind mittlerweile voll", so die Spielsachen-Geschäft-Chefin.

Das Traditionsgeschäft besteht bereits seit 1906.
Das Traditionsgeschäft besteht bereits seit 1906.Mike Wolf

Aber auch sie ist sich im Klaren: "Irgendwann müssen auch wir die Teuerung im Einkauf an die Kunden weitergeben. Wir versuchen aber, das so lange wie möglich hinauszuzögern." Einsparmöglichkeiten gäbe es kaum. "Wir sind an die Preise der Händler, den Strompreis oder den Heizungspreis gebunden und wollen uns auch von keinen Mitarbeitern trennen." 

Angesprochen auf die Verkaufszahlen, meinte die Geschäftsfrau: "Wir haben während Corona eigentlich keinen Rückgang beiden Verkaufszahlen verzeichnet." Der Fachhandel sei einfach wichtig. Wie es weiter geht, könne sie allerdings nicht sagen, "dafür bräuchte ich eine Kristallkugel". Grundsätzlich sieht sie aber positiv in die Zukunft.

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