Niederösterreich

Pflegerin wollte mit Messer Patientin Teufel austreiben

Obskure Szenen sollen sich im Waldviertel abgespielt haben: Eine okkultistisch angehauchte Pflegerin verletzte mit einem Messer eine wehrlose Frau.

Tanja Horaczek
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Die Pflegerin hatte die wehrlose Frau mehrmals attackiert. (Symbolbild)
Die Pflegerin hatte die wehrlose Frau mehrmals attackiert. (Symbolbild)
Getty Images/iStockphoto

Eine angebliche "Teufelsaustreibung" im Waldviertel soll eine rumänische Pflegekraft laut Angaben des Opfers durchgeführt haben. Zumindest soll dies die Pflegerin während der Tat gemurmelt haben. Doch was genau passiert ist, muss die Polizei erst klären.

Opfer redete mit Angehöriger

So kam der Vorfall ans Tageslicht: Eine rumänische 24-Stunden-Hilfe soll laut Polizei die bettlägerige 50-Jährige aus Waldenstein (Gmünd) absichtlich schwer verletzt haben. Die gesundheitlich schwer beeinträchtigte Frau soll sich schließlich einer Angehörigen anvertraut haben. 

Pflegerin wurde festgenommen

Die Pflegerin war erst seit kurzem bei der 50-Jährigen im Hause. Die Patientin war nach einem Schlaganfall ans Bett gefesselt. Laut Polizei soll die 40-Jährige die Frau mehrmals in die Arme, Beine und in den Bauch geschnitten haben. Die Bediensteten des Landeskriminalamtes Niederösterreich, Ermittlungsbereich Leib und Leben, übernahmen die Amtshandlung.

Die Verdächtige wurde festgenommen, zeigte sich nicht geständig. Die Schnitte der 50-Jährigen wurden im Landesklinikum Gmünd ambulant behandelt. Die Osteuropäerin sitzt jetzt in Krems in Haft. Möglich, dass die Beschuldigte auch weitere Patienten verletzt hat, die Ermittlungen dazu laufen.