Gericht spricht Mann Entschädigung für Lesben-Affäre zu

Das japanische Gericht entschied: Gleichgeschlechtlicher Sex zählt ebenfalls als Untreue.
Das japanische Gericht entschied: Gleichgeschlechtlicher Sex zählt ebenfalls als Untreue.Getty Images/iStockphoto
Dieser Seitensprung kommt eine 37-Jährige teuer zu stehen. Die Japanerin muss dem Ehemann ihrer Liebschaft nun eine Sex-Entschädigung bezahlen.

Szenen einer zerrütteten Ehe vor einem Gericht in der japanischen Hauptstadt Tokio. Dort mussten sich die Juristen im vorliegenden Fall auf pikantes Terrain bewegen:

Ein verbitterter Ehemann (39) hatte seine eigene Frau (35) und deren Liebhaberin vor Gericht gezerrt, nachdem er ihrem unzüchtigen Treiben auf die Schliche gekommen war. Die 35-Jährige hatte nämlich neben ihrer Ehe eine Affäre unterhalten. Die beiden Frauen hatten sich über das Internet kennengelernt und sich danach heimlich zu Sex getroffen. 

Untreue

Das Gericht brummte schließlich der 37-jährigen Gespielin der Verheirateten eine Geldstrafe auf. Sie muss laut "Tokyo Reporter" dem gehörnten Ehemann eine Entschädigung von 110.000 Yen, umgerechnet etwas mehr als 850 Euro, zahlen, weil sie mit ihren Handlungen den "ehelichen Frieden untergraben" habe.

Im Laufe des Verfahrens kam das Gericht zu dem in Japan eher selten gezogenen Schluss, dass außerehelicher Sex zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern vor dem Gesetz ebenfalls als Untreue zu werten ist. Die Verteidigung hatte während des Prozesses vehement dagegen argumentiert.

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