Jetzt ist guter Zeitpunkt für Rettung der Burschen

Die zwölf Jugendlichen und ihr Trainer harren nach wie vor in der Höhle aus. Die Zeit drängt – und derzeit ist ein guter Moment, um die Rettung zu starten.
Der Sauerstoffgehalt in der Höhle wird immer knapper – sinkt er unter zwölf Prozent, kann es zu Bewusstlosigkeit und Schäden kommen. Es ist also dringend, die zwölf Kinder und ihr erwachsener Begleiter so bald wie möglich zu befreien. Denn auch das Wetter ist nicht auf ihrer Seite. Am Samstagabend (Ortszeit) ging ein Regenschauer nieder, stärkerer Niederschlag soll in drei bis vier Tagen starten – es würde wieder mehr Wasser in die Höhle fließen.

Laut Provinzgouverneur und Leiter des Rettungseinsatzes, Narongsak Osotthanakorn sei jetzt ein geeigneter Moment, um die Rettung der Eingeschlossenen zu starten. Derzeit berate man sich noch, aber der Wasserstand sowie die Verfassung der Fußballer seien derzeit für einen Versuch geeignet.

Prominente Hilfe?

Der High-Tech-Pionier Elon Musk hat indessen seine Hilfe bei den Rettungsbemühungen für die in einer thailändischen Höhle festsitzende Fußballmannschaft angeboten. Der US-Unternehmer teilte am Freitag per Twitter mit, er habe Teams seines Raumfahrtunternehmens SpaceX und seiner Ingenieurfirma Boring in das südostasiatische Land entsandt. Boring ist auf Tunnelbau spezialisiert.

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Die entsandten Ingenieure beider Firmen sollten vor Ort schauen, ob sie "hilfreich" sein könnten, schrieb Musk. Es gebe bei den Rettungseinsätzen wahrscheinlich viele Komplikationen, "die sich schwer einschätzen lassen, wenn man nicht vor Ort ist". Der Unternehmer erläuterte, seine Spezialisten sollten erkunden, wie sich Wasser aus dem Tunnel heraus- oder Luft hineinpumpen lasse.



Die zwölf Fußballer im Alter zwischen elf und 16 Jahren waren am 23. Juni mit ihrem 25-jährigen Trainer in die Tham-Luang-Höhle Höhle gegangen, kurz danach wurde diese durch anhaltenden Monsunregen weitgehend überflutet. Am Montag wurden sie nach neuntägiger Suche unversehrt gefunden und mit Lebensmitteln versorgt.

In der Folge wurden drei Möglichkeiten zu ihrer Rettung genannt: der riskante Tauchgang durch das schlammige Wasser in der Höhle, das Verlassen der Höhle durch einen alternativen Ausgang, der noch gefunden oder gebohrt werden müsste oder das Abwarten der Jungen in der Höhle bis zum Ende der Monsunzeit in einigen Monaten.



Zeitfenster für Rettung "begrenzt"

Allerdings machte inzwischen ein Vertreter der thailändischen Marine deutlich, dass das Zeitfenster für die Rettung der Jungen "begrenzt" sei, sie also wohl doch nicht das Ende der Monsunzeit abwarten können. Nach diesen Angaben ist der Sauerstoffgehalt in der Höhlenkammer, in der sich die Fußballmannschaft aufhält, gefallen.

Die Rettungsbemühungen erhielten zudem einen Rückschlag dadurch, dass einer der als Taucher eingesetzten Helfer ums Leben kam. Der freiwillig an den Einsätzen teilnehmende frühere Marinesoldat ertrank auf dem Rückweg aus der Höhle, wie die Behörden mitteilten. Er hatte am Aufbau einer Sauerstoffleitung zu der Fußballmannschaft mitgearbeitet.

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(red/chi/afp)

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